Eibischwurzel als Nahrungsergänzung: Wirkung, Risiken & richtige Dosierung (2026)

Aktualisiert: August 11, 2026InnerBuddiesEibischwurzel-Präparate, gewonnen aus Althaea officinalis, sind traditionelle pflanzliche Heilmittel, die die Verdauung, die Atemwege und die Hautgesundheit unterstützen können. Dieser evidenzbasierte Leitfaden erklärt, wie das Mucilage in der Eibischwurzel wirkt, beleuchtet die wissenschaftliche Forschung zu seinen Vorteilen und behandelt Sicherheit, Dosierung und Qualitätsfaktoren, die vor dem Kauf zu beachten sind. Außerdem vergleicht er gängige Darreichungsformen und beantwortet die häufigsten Fragen.
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Eibischwurzel als Nahrungsergänzung erfreut sich wachsender Beliebtheit, besonders bei Menschen mit empfindlichen Schleimhäuten. Dieser Artikel erklärt verständlich, wie Eibischwurzel-Präparate wirken, welche gesundheitlichen Vorteile durch Studien belegt sind und wie Sie die richtige Dosierung und Darreichungsform für Ihre Bedürfnisse wählen. Sie erfahren ausserdem, welche Risiken und Wechselwirkungen es gibt und worauf Sie beim Kauf eines qualitativ hochwertigen Produkts achten sollten – für eine fundierte Entscheidung im Jahr 2026.

Was ist ein Eibischwurzel-Präparat?

Ein Eibischwurzel-Präparat wird aus der Wurzel der echten Eibischpflanze (Althaea officinalis) gewonnen. Diese Staude ist in Europa und Westasien heimisch und gehört zur Familie der Malvengewächse. Ihre Wurzel enthält bis zu 20 Prozent Schleimstoffe, die für die charakteristische, beruhigende Wirkung verantwortlich sind. In der Naturheilkunde wird sie seit der Antike geschätzt und zählt zu den ältesten Heilpflanzen überhaupt.

Althaea officinalis: Herkunft und traditionelle Verwendung

Bereits der griechische Arzt Hippokrates nutzte die Eibischwurzel gegen Husten und Wunden. Im Mittelalter war sie ein festes Mittel in Klostergärten, und auch heute wird sie in der phytotherapeutischen Praxis verwendet. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) erkennt die traditionelle Anwendung bei Husten, Halsschmerzen und leichten Magen-Darm-Beschwerden an. Diese Tradition allein ersetzt keine moderne Evidenz, zeigt aber die lange Nutzungsgeschichte.

Darreichungsformen im Überblick: Kapseln, Pulver, Tee und Pastillen

Eibischwurzel gibt es in verschiedenen Formen: als Kapseln mit Pulver oder Extrakt, als loses Pulver für Tees oder Smoothies, als Fertigtee-Mischung und als Pastillen für den Hals. Jede Form hat eigene Vorteile. Kapseln sind praktisch und geschmacksneutral; Pulver ist flexibel dosierbar; Tee und Pastillen wirken direkt im Rachenraum. Die Wahl hängt von Ihrem persönlichen Anwendungszweck und Ihren Vorlieben ab.

Wie wirkt Eibischwurzel? Die Rolle der Schleimstoffe

Die Schleimstoffe in der Eibischwurzel sind komplexe Polysaccharide. Sie binden Wasser auf das Vielfache ihres eigenen Gewichts und bilden so ein zähes, gelartiges Netzwerk. Dieser Gel-Film legt sich wie ein schützender Überzug über die Schleimhäute. Er wirkt physikalisch, nicht über biochemische Signalwege – das unterscheidet Eibischwurzel von vielen synthetischen Wirkstoffen.

Der Demulzenz-Effekt: Wie Schleimstoffe die Schleimhäute beruhigen

Der Schlüssel liegt im sogenannten Demulzenz-Effekt. Wenn ein Eibischwurzel-Präparat mit Speichel oder Wasser in Kontakt kommt, entsteht eine viskose Lösung. Diese Filmschicht reduziert die Reibung und Reizung an Hals, Magen und Rachen. Sie wirkt wie eine natürliche Barriere gegen äussere Reize und kann so ein subjektives Gefühl der Beruhigung vermitteln. Dieser Effekt ist rein lokaler Natur und nicht mit einer systemischen Wirkung zu verwechseln.

Warum die Bioverfügbarkeit von Schleimstoffen begrenzt ist

Ein wichtiger Punkt: Die grossen Schleimstoff-Moleküle werden im Darm kaum aufgenommen. Sie verbleiben im Magen-Darm-Trakt und entfalten dort ihre lokale Wirkung. Eine Aufnahme ins Blut ist minimal, was bedeutet, dass Eibischwurzel keine systemischen Effekte auf entfernte Organe hat. Diese begrenzte Bioverfügbarkeit ist kein Nachteil, sondern erklärt, warum die Pflanze vor allem bei lokalen Schleimhautirritationen sinnvoll ist.

Mögliche Vorteile von Eibischwurzel-Präparaten

Die Vorteile lassen sich wissenschaftlich unterschiedlich gut belegen. Es gibt solide traditionelle Anwendungen, einige klinische Studien und viele theoretische Überlegungen aus der Mechanik der Schleimstoffe. Wir haben die möglichen Vorteile nach der aktuellen Evidenzlage eingestuft.

Trockener Husten und Halsschmerzen

Bei trockenem Husten und Halsschmerzen ist die Anwendung von Eibischwurzel am besten dokumentiert. Der schützende Film benetzt die gereizte Rachenschleimhaut und kann den Hustenreiz reduzieren. Eine 2017 veröffentlichte randomisierte Studie zeigte, dass ein Hustensaft mit Eibischwurzel-Extrakt bei Kindern mit Reizhusten ähnlich effektiv war wie herkömmlicher Hustensaft. Die Evidenz für Erwachsene ist schwächer, aber traditionell konsistent.

Mundtrockenheit und Xerostomie

Menschen mit Mundtrockenheit, etwa nach Strahlentherapie oder bei bestimmten Medikamenten, könnten von der feuchtigkeitsspendenden Wirkung der Schleimstoffe profitieren. Studien mit einem Eibischwurzel-Mundspray zeigten eine verbesserte Befeuchtung der Mundschleimhaut. Diese Ergebnisse sind vielversprechend, aber die Studienlage ist noch überschaubar. Betroffene sollten die Ursache immer ärztlich abklären lassen.

Sodbrennen und saurem Reflux (GERD)

Ein Gel aus Eibischwurzel kann auf der Magenschleimhaut einen physischen Schutzfilm bilden. Dieser könnte die Reizung durch Magensäure reduzieren. Es gibt eine kleine klinische Studie, bei der eine Kombination aus Eibischwurzel, Kamille und anderen Pflanzen bei Refluxpatienten eine Linderung zeigte. Eibischwurzel allein ist jedoch kein Ersatz für wirksame Refluxmedikamente und sollte als begleitende Option verstanden werden.

Magenschleimhaut und Magengeschwüre

Tiermodelle deuten darauf hin, dass Eibischwurzel die Magenschleimhaut schützen und die Heilung von Geschwüren fördern kann. Die Übertragbarkeit auf den Menschen ist jedoch unklar. Es fehlen grosse klinische Studien, die eine klare Wirksamkeit bei Magengeschwüren belegen. Wer unter anhaltenden Magenschmerzen leidet, muss unbedingt einen Arzt aufsuchen, da ernsthafte Erkrankungen hinter den Symptomen stecken können.

Hautreizungen und Wundheilung

Äusserlich angewendet, wird Eibischwurzel in Cremes gegen trockene und rissige Haut eingesetzt. Die Schleimstoffe spenden Feuchtigkeit und können die Regeneration der Haut unterstützen. Die wissenschaftliche Datenlage dafür ist dünn und basiert meist auf traditionellen Anwendungen. Für oberflächliche Hautreizungen kann ein entsprechender Balsam aber eine sinnvolle Ergänzung darstellen.

Formen der Eibischwurzel: Kapseln, Pulver, Tee und Extrakt im Vergleich

Die verschiedenen Darreichungsformen von Eibischwurzel-Präparaten unterscheiden sich nicht nur im Komfort, sondern auch in ihrer Wirksamkeit und Anwendung. Wir haben die gängigsten Formen für Sie verglichen.

Eibischwurzel-Kapseln: Praktisch und einfach dosierbar

Kapseln sind ideal für alle, die eine standardisierte Menge zu sich nehmen möchten. Sie schlucken die Kapsel unzerkaut mit viel Wasser. Der gewünschte Effekt: Die Schleimstoffe verteilen sich im Magen und können dort ihre gelbildende Wirkung entfalten. Bei Halsschmerzen ist die Wirkung jedoch begrenzt, da die Kapsel den Rachen zu schnell passiert.

Eibischwurzel-Pulver: Flexibel, aber geschmacksintensiv

Reines Pulver ist vielseitig einsetzbar – es kann in Wasser aufgelöst, in Tee eingerührt oder sogar in Speisen gegeben werden. Gleichzeitig ist der Geschmack erdig und für manche Menschen gewöhnungsbedürftig. Zudem müssen Sie die Dosierung selbst festlegen, was ein gewisses Feingefühl erfordert. Für die Anwendung im Rachenbereich ist Pulver mit Wasser zu einem Gel angerührt oft effektiver als eine Kapsel.

Tee und Pastillen: Traditionelle Anwendung bei Husten

Ein kalter Eibischwurzel-Tee eignet sich besonders bei Husten. Wichtig: Der Tee sollte nicht heiss aufgegossen werden, da Hitze die Schleimstoffe zersetzen kann. Lassen Sie die Wurzel besser über mehrere Stunden in kaltem Wasser ziehen. Pastillen und Bonbons wirken direkt im Mund- und Rachenraum und fördern zusätzlich den Speichelfluss, was den Effekt verstärkt.

Extrakte verstehen: Was bedeuten Verhältnisse wie 4:1?

Auf Etiketten finden sich oft Angaben wie „4:1-Extrakt". Das bedeutet, dass vier Kilogramm Wurzel zu einem Kilogramm Extrakt verarbeitet wurden. Ein Extrakt ist konzentrierter als das einfache Wurzelpulver. Höhere Verhältnisse bedeuten nicht automatisch bessere Qualität, sondern nur eine stärkere Konzentration. Achten Sie darauf, ob die Kapsel Wurzelpulver oder Extrakt enthält – beide haben ihre Berechtigung, erfordern aber unterschiedliche Dosierungen.

Eibischwurzel-Dosierung: Wie viel sollten Sie einnehmen?

Die richtige Dosierung von Eibischwurzel-Präparaten hängt von der Darreichungsform und dem Anwendungszweck ab. Eine allgemeingültige Empfehlung ist schwierig, da Studien unterschiedliche Zubereitungen nutzen. Grundsätzlich gilt: Beginnen Sie mit der niedrigsten vom Hersteller empfohlenen Menge. Bei Kapseln sind typische Tagesdosen zwischen 1.000 und 3.000 mg Wurzelpulver üblich, verteilt auf zwei bis drei Portionen.

Übliche Dosierungen aus Studien und Produktlabels

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt für die traditionelle Anwendung bei Husten pro Tagesdosis etwa 3 g der Wurzel, meist als kalter Tee zubereitet. Oder Sie nehmen dreimal täglich 2 g geschnittene Wurzel ein. Studien mit flüssigen Extrakten verwendeten oft 1:1-Extrakte in Mengen von 6–10 ml pro Tag. Für wissenschaftlich fundierte, individuelle Dosierungen konsultieren Sie am besten ärztliches Fachpersonal.

Dosierungsmatrix nach Anwendungszweck

Für Halsschmerzen sind viel Wasser und das Lutschen von Pastillen oder ein kalter Tee ideal – die Wirkung ist direkt vor Ort. Bei Sodbrennen greifen Sie lieber zu Kapseln oder Pulver, um einen länger anhaltenden Schutzfilm im Magen aufzubauen. Als Faustregel gilt: die tägliche Gesamtmenge über den Tag verteilen, um eine kontinuierliche Benetzung der Schleimhäute zu erreichen.

Einnahmezeitpunkt: Abstand zu Mahlzeiten und Medikamenten

Nehmen Sie Eibischwurzel-Präparate am besten 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten ein. Bei gleichzeitiger Medikamenteneinnahme ist ein Abstand von mindestens zwei Stunden entscheidend, da die Schleimstoffe die Aufnahme anderer Wirkstoffe im Darm vermindern können. Dieser Punkt wird oft übersehen, ist aber für die Therapiesicherheit besonders wichtig.

Sicherheit, Nebenwirkungen & wer Eibischwurzel meiden sollte

Eibischwurzel gilt in den empfohlenen Dosierungen für Erwachsene als gut verträglich. Dennoch sind wie bei jedem Wirkstoff bestimmte Vorsichtsmassnahmen zu beachten. Nebenwirkungen sind selten, können aber insbesondere bei Überdosierung auftreten.

Mögliche Nebenwirkungen und allergische Reaktionen

Bei empfindlichen Personen können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Völlegefühl oder Übelkeit auftreten. Allergische Reaktionen sind möglich, aber sehr selten – wer auf Malvengewächse allergisch reagiert, sollte Vorsicht walten lassen. In Einzelfällen kann die Schleimbildung im Mund den Speichelfluss verändern. Bei Hautkontakt mit Präparaten ist eine Reizung ebenfalls möglich, aber nicht typisch.

Schwangerschaft, Stillzeit und Kinder

Zur Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit liegen nicht genügend Daten vor. Da die Schleimstoffe kaum ins Blut übergehen, ist das Risiko vermutlich gering, dennoch sollten Sie vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen. Bei kleinen Kindern unter zwei Jahren sollte Eibischwurzel nicht ohne medizinische Anweisung angewendet werden. Für Kinder ab sechs Jahren sind Pastillen gegen Husten eine praktikable, aber nicht unkritische Option.

Ist eine Langzeiteinnahme von Eibischwurzel sicher?

Die Langzeitanwendung über mehrere Monate ist nicht ausreichend untersucht. Aufgrund der fehlenden Resorption ins Blut ist eine systemische Belastung unwahrscheinlich. Dennoch wird empfohlen, Eibischwurzel nicht über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Begleitung einzunehmen, sondern nur über einen begrenzten Zeitraum von zwei bis vier Wochen bei akuten Beschwerden. Pausen sind anzuraten.

Wechselwirkungen mit Medikamenten: Was Sie beachten sollten

Die matschigen Schleimstoffe der Eibischwurzel sind dafür bekannt, die Aufnahme von gleichzeitig eingenommenen Medikamenten zu beeinflussen. Die Schleimstoffe können die Absorption verlangsamen oder sogar vermindern, was zu suboptimalen Wirkspiegeln führt. Dies betrifft vor allem Medikamente, die oral eingenommen werden.

Schleimstoffe und die Aufnahme von Medikamenten

Die viskose Schicht im Darm kann wie eine physikalische Barriere wirken, die den Kontakt zwischen der Medikamentenform und der Darmwand blockiert. Dadurch kann die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs reduziert werden. Dieser Effekt ist nicht vorhersehbar und hängt von der Formulierung des Medikaments ab. Eine konsequente Einnahmedistanz ist der einzig wirksame Schutzmechanismus.

Betroffene Medikamentengruppen im Überblick

Betroffen sein können insbesondere schmalspektrum-Antibiotika, Lithium, orale Antidiabetika und Herzglykoside. Auch Präparate mit Eisen oder Zink könnten in ihrer Aufnahme gestört werden. Die Wechselwirkung wird bei unregelmässiger Einnahme oft übersehen. Wer täglich Medikamente einnehmen muss, sollte die Einnahme von Eibischwurzel strikt um mindestens zwei Stunden versetzt planen.

So planen Sie die Einnahme im Tagesverlauf

Nehmen Sie Ihre Medikamente morgens zu einer festen Zeit ein und legen Sie die Eibischwurzel-Einnahme in den späteren Vormittag oder Nachmittag. So schaffen Sie einen sicheren Abstand. Fragen Sie bei Unsicherheiten in Ihrer Apotheke nach – die Fachleute können Sie am besten zu spezifischen Wechselwirkungen mit Ihren Medikamenten beraten und mögliche Risiken einschätzen.

So wählen Sie das beste Eibischwurzel-Präparat

Die Qualität von Eibischwurzel-Präparaten variiert stark. Minderwertige Produkte können kaum Wirkstoffe enthalten oder unnötige Zusätze aufweisen. Um ein hochwertiges Produkt zu identifizieren, sollten Sie auf klare Qualitätsmerkmale achten. Eine gute Produktwahl maximiert nicht nur die Chance auf Wirkung, sondern auch auf Verträglichkeit.

Qualitäts-Checkliste: Bio, Ganzwurzel vs. Extrakt und mehr

Achten Sie auf Bio-Zertifizierungen, um Pestizidbelastung zu minimieren. Entscheiden Sie, ob Sie reines Wurzelpulver oder einen konzentrierten Extrakt möchten. Extrakte sind potenter, erfordern aber eine präzise Dosierung. Prüfen Sie, ob der Anbieter die Pflanze exakt als Althaea officinalis ausweist – nur diese Art besitzt den charakteristischen Schleimstoffreichtum. Lesen Sie, welcher Pflanzenteil verwendet wird: Wurzel oder Blatt.

Drittanbieter-Tests und transparente Hersteller erkennen

Seriöse Hersteller lassen ihre Produkte von unabhängigen Laboren testen. Ein Zertifikat oder ein Verweis auf eine externe Analyse ist ein gutes Zeichen. Suchen Sie nach Herstellern, die ihre Rohstoffquellen transparent machen und detaillierte Informationen zu Anbau, Ernte und Verarbeitung bereitstellen. Ein offener Dialog mit dem Kundenservice kann ebenfalls Aufschluss über die Seriosität geben.

Zutatenliste prüfen: Füllstoffe und unnötige Zusätze vermeiden

Weniger ist oft mehr: Eine reine Eibischwurzel-Kapsel enthält idealerweise nur das Pflanzenpulver und die Kapselhülle (bei veganen Produkten oft Cellulose). Meiden Sie Produkte mit künstlichen Farbstoffen, Aromen, Magnesiumstearat oder verstecktem Zucker. Pastillen enthalten naturgemäss viel Zucker oder Zuckeraustauschstoffe – achten Sie hier auf zuckerfreie Alternativen mit Xylit oder Erythrit, um die Zähne zu schützen.

Häufig gestellte Fragen zu Eibischwurzel-Präparaten

Wofür ist ein Eibischwurzel-Präparat gut?

Das Präparat wird traditionell bei trockenem Husten, Halsschmerzen und Schleimhautreizungen im Mund- und Rachenraum angewendet. Auch bei Sodbrennen und leichten Magenbeschwerden wird es eingesetzt, da die Schleimstoffe eine schützende Schicht auf der Schleimhaut bilden und diese beruhigen können.

Ist Eibischwurzel sicher für die tägliche Einnahme?

In den empfohlenen Dosierungen gilt Eibischwurzel für Erwachsene als gut verträglich. Da Langzeitstudien fehlen, sollten Sie sie nicht dauerhaft einnehmen. Bei akuten Beschwerden ist eine tägliche Anwendung über zwei bis vier Wochen vertretbar. Längerfristige Anwendungen sollten mit ärztlicher Begleitung erfolgen.

Welche Nebenwirkungen hat Eibischwurzel?

Nebenwirkungen sind selten und meist mild. Es können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl auftreten. Allergische Reaktionen sind möglich, aber extrem ungewöhnlich. Bei empfindlichen Personen kann der erdige Geschmack Übelkeit auslösen. Wenn Symptome auftreten, reduzieren Sie die Dosis oder setzen das Präparat ab.

Wer sollte keine Eibischwurzel einnehmen?

Menschen mit bekannter Allergie gegen Malvengewächse sollten auf die Einnahme verzichten. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht geboten, da nicht genügend Sicherheitsdaten vorliegen. Wer regelmässig Medikamente einnimmt, sollte den Arzt konsultieren, um Wechselwirkungen durch die Schleimstoffe zu vermeiden.

Wie viel Eibischwurzel sollte ich täglich einnehmen?

Die idealen Tagesdosis variiert je nach Form und Produkt. Traditionell werden etwa 3 g der getrockneten Wurzel pro Tag empfohlen, meist als kalter Tee zubereitet. Bei Pulver und Kapseln folgen Sie den Herstellerangaben, die meist zwischen 1.000 und 3.000 mg pro Tag liegen. Eine ärztliche Beratung ist individuell sinnvoll.

Kann Eibischwurzel bei Sodbrennen helfen?

Die Schleimstoffe können auf der Magenschleimhaut einen beruhigenden Film bilden, der die Reizung durch Magensäure mildern kann. Klinische Studien dazu sind begrenzt, aber es gibt Hinweise, dass Pflanzenkombinationen mit Eibischwurzel bei saurem Reflux hilfreich sein können. Sie ersetzt keine verschriebene Reflux-Therapie.

Was ist der Unterschied zwischen Eibischwurzel-Pulver und Kapseln?

Pulver ist flexibel in der Anwendung und bildet in Flüssigkeit ein Gel, das gut bei Halsschmerzen wirkt. Kapseln sind praktisch und geschmacksneutral, entfalten ihre Wirkung aber hauptsächlich erst im Magen. Für eine rasche Wirkung im Rachen sind Pulver, Tee oder Pastillen besser geeignet als Kapseln.

Beeinflusst Eibischwurzel die Wirkung meiner Medikamente?

Ja, die Schleimstoffe können die Aufnahme von Medikamenten im Darm verzögern oder vermindern. Dies betrifft vor allem oral eingenommene Arzneimittel. Um Wechselwirkungen zu vermeiden, sollte zwischen der Einnahme der Medikamente und von Eibischwurzel-Präparaten ein Abstand von mindestens zwei Stunden liegen.

Wichtige Erkenntnisse im Überblick

  • Eibischwurzel-Präparate wirken lokal durch einen schützenden Schleimfilm auf gereizten Schleimhäuten – sie sind keine systemisch wirksamen Arzneimittel.
  • Die beste Evidenz existiert für trockenen Husten und Halsschmerzen; die Evidenz für Magen-Darm-Beschwerden ist schwächer.
  • Kalte Tees, Pulver und Pastillen sind besser für den Rachenraum geeignet; Kapseln überzeugen bei Magenbeschwerden.
  • Eine Einnahmedistanz von zwei Stunden zu Medikamenten ist entscheidend, um die Arzneimittelaufnahme nicht zu beeinträchtigen.
  • Schwangere, stillende Frauen und Menschen mit Malvengewächs-Allergie sollten vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen.
  • Achten Sie auf Bio-Qualität, klare Kennzeichnung von Pulver oder Extrakt und das Fehlen unnötiger Zusatzstoffe.
  • Die Langzeitsicherheit ist nicht erforscht; die Einnahme sollte auf akute, zeitlich begrenzte Beschwerden abzielen.
  • Bei anhaltenden oder starken Symptomen ist immer eine medizinische Abklärung erforderlich – ein Präparat ersetzt keine Diagnose.

Fazit

Eibischwurzel-Präparate sind eine interessante und insgesamt gut verträgliche Option, um trockene und gereizte Schleimhäute im Rachen und Magen zu beruhigen. Die Wirkung beruht auf einem rein physikalischen Prinzip – dem schützenden Schleimfilm – und ist entsprechend begrenzt. Für akute, leichte Beschwerden wie Reizhusten oder Mundtrockenheit können sie eine sinnvolle, pflanzliche Unterstützung darstellen, ersetzen jedoch keine ärztliche Behandlung bei ernsthaften Erkrankungen.

Berücksichtigen Sie Ihre persönlichen Umstände: Wählen Sie die passende Darreichungsform, halten Sie Abstand zu Ihren Medikamenten und bevorzugen Sie qualitativ hochwertige Produkte ohne Zusatzstoffe. Wenn Sie unsicher sind oder regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, holen Sie sich professionellen Rat. Eibischwurzel ist ein gutes Beispiel dafür, wie traditionelle Pflanzenheilkunde im modernen Alltag sinnvoll integriert werden kann – mit der richtigen Erwartungshaltung und Vorsicht.

Relevante Begriffe

Althaea officinalis, Schleimstoffe, Demulzenz, Husten, Halsschmerzen, Mundtrockenheit, Xerostomie, Sodbrennen, Reflux, GERD, Magenschleimhaut, Magengeschwür, Hautreizung, Eibischwurzel-Kapseln, Eibischwurzel-Pulver, Kaltauszug, Wechselwirkungen, Bio-Qualität

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