Unter einer übermäßigen Nahrungsergänzungsmittel-Einnahme versteht man die Aufnahme von Vitaminen, Mineralstoffen oder anderen Nahrungsergänzungsmitteln in Mengen, die über den empfohlenen Werten liegen. Dies kann zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, statt zusätzliche gesundheitliche Vorteile zu bringen. Während Präparate wie Multivitamine bei sinnvoller Anwendung die Nährstoffzufuhr unterstützen können, kann eine zu hohe Zufuhr bestimmter Nährstoffe den Körper unnötig belasten.
Warum zu viel Einnahme schädlich sein kann
Bei Nahrungsergänzungsmitteln ist mehr nicht immer besser. Fettlösliche Vitamine wie Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K werden im Körper gespeichert, sodass eine hohe Zufuhr über längere Zeit sich ansammeln kann. Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C und B-Vitamine werden in der Regel ausgeschieden, doch sehr hohe Dosen können ebenfalls Beschwerden oder unerwünschte Wirkungen verursachen. Auch Mineralstoffe wie Kalzium, Eisen, Zink und Selen haben obere Zufuhrwerte, deren Überschreitung Risiken mit sich bringen kann.
So lässt sich eine übermäßige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln vermeiden
- Die empfohlenen Dosierungen auf den Produktetiketten beachten
- Berücksichtigen, welche Nährstoffe bereits über eine ausgewogene Ernährung aufgenommen werden
- Aufpassen bei Kombiprodukten, z. B. Multivitamine in Verbindung mit Einzelnährstoffen
- Auf Sicherheitshinweise und obere Grenzwerte für jeden Nährstoff achten
Der individuelle Bedarf variiert je nach Alter, Ernährung und Lebensstil. Wer Produkte wie Mineralstoffpräparate mit einem Multivitamin kombiniert, sollte sinnvollerweise die Gesamtaufnahme der Nährstoffe überprüfen. Wer unsicher ist, welche Bedürfnisse er persönlich hat, oder mögliche Nebenwirkungen bemerkt, sollte eine medizinische Fachkraft konsultieren – insbesondere vor der Anwendung hochdosierter Präparate.