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Die Beeinflussung von Blutwerten durch Nahrungsergänzungsmittel ist ein reales und oft unterschätztes Problem. Bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Präparate können Laborergebnisse verfälschen, indem sie die Blutchemie, Leberwerte, den Hormonhaushalt oder die Gerinnungsparameter beeinflussen. Dies kann zu auffällig hohen oder niedrigen Werten führen – und damit möglicherweise unnötige Wiederholungstests oder Fehlinterpretationen durch den behandelnden Arzt verursachen.
\n\nWelche Nahrungsergänzungsmittel können Bluttests beeinflussen?
\n\nMehrere Kategorien von Nahrungsergänzungsmitteln werden häufig mit Veränderungen von Laborwerten in Verbindung gebracht:
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- Biotin (Vitamin B7): Hohe Dosierungen sind dafür bekannt, viele immunologische Labortests zu stören, darunter auch einige Schilddrüsen- und Hormontests. \n
- Vitamin D und Kalzium: Eine Supplementierung kann die gemessenen Blutwerte direkt erhöhen, daher ist der richtige Zeitpunkt der Blutentnahme für genaue Ergebnisse entscheidend. \n
- Eisen: Eisenpräparate können Hämoglobin, Ferritin und andere Marker des Eisenstatus (verfälschen) beeinflussen. \n
- Pflanzliche Präparate: Mittel wie Kurkuma & Curcumin oder Ashwagandha können bei manchen Menschen die Leberenzyme oder hormonbezogene Werte beeinflussen. \n
- Vitamin K: Die Einnahme kann relevant sein, wenn gerinnungsbezogene Messungen wie der INR-Wert (Gerinnungswert) beurteilt werden. \n
Wer ein tägliches Multivitamin oder einzelne Nährstoffpräparate einnimmt, sollte sich bewusst sein, dass diese Produkte zu unerwarteten Laborwerten beitragen können.
\n\nWie lässt sich das Risiko von Wechselwirkungen reduzieren?
\n\nDer zuverlässigste Schritt ist, den behandelnden Arzt vor der Blutabnahme über alle eingenommenen Nahrungsergänzungsmittel sowie die Dosierung zu informieren. Bei einigen Tests kann es erforderlich sein, bestimmte Präparate vorübergehend abzusetzen – dies sollte jedoch nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen. Allgemeine Informationen über Vitamin- und Mineralstoffpräparate, beispielsweise zu Vitamin D, können dabei helfen, die eigene Routine präzise mit dem Arzt zu besprechen. Individuelle Reaktionen variieren, und Hinweise auf Nahrungsergänzungsmitteln ersetzen keine persönliche medizinische Beratung.
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