Vitamin K2 und Statine: Sichere Kombination? (Ratgeber 2026)

Aktualisiert: November 02, 2026Topvitamine
Dieser Leitfaden untersucht die Sicherheit und den potenziellen Nutzen der Kombination von Vitamin K2 mit einer Statin-Therapie. Erfahren Sie mehr über die biologische Wechselwirkung, was die Forschung sagt, optimale Dosierungen und wichtige Sicherheitsvorkehrungen, die Sie mit Ihrem Arzt besprechen sollten.
Vitamin K2 and Statins: Safe Combination? (2026 Guide) - Topvitamine

Vitamin K2 und Statine werden immer häufiger gemeinsam diskutiert, da viele Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten sowohl ihre Herz-Kreislauf-Gesundheit als auch ihre Knochenstoffwechsel longfristig unterstützen möchten. Dieser Ratgeber erklärt, wie Cholesterinsenker wirken, welche Rolle Vitamin K2 (Menachinon) im Körper spielt, ob es Hinweise auf eine Wechselwirkung zwischen Statinen und Vitamin K2 gibt und für wen die Kombination geeignet sein könnte. Sie erfahren außerdem, welche Dosierung diskutiert wird, welche Risiken tatsächlich relevant sind, wo die Studienlage lückenhaft bleibt und welche Fragen Sie ärztlich klären sollten, bevor Sie ergänzen.

Was sind Statine und wie wirken sie im Körper?

Statine gehören zu den am häufigsten verordneten Cholesterinmedikamenten. Sie hemmen die HMG-CoA-Reduktase, ein zentrales Enzym der Cholesterinsynthese in der Leber. Durch diese Hemmung sinkt vor allem das LDL-Cholesterin, das als Risikofaktor für Arteriosklerose gilt. Zusätzlich stabilisieren Statine bestehende Gefäßplaque und wirken leicht entzündungshemmend, was sie für Personen mit erhöhtem Herz-Kreislauf-Risiko relevant macht.

Zu den häufig berichteten Nebenwirkungen zählen Muskelschmerzen, Muskelkrämpfe, Schwächegefühl und Müdigkeit. In seltenen Fällen kann eine ausgeprägtere Muskelschädigung auftreten. Viele Betroffene berichten außerdem über reduzierte Konzentration oder Schlafstörungen. Da solche Symptome sehr unspezifisch sind und viele Ursachen haben können, sollte eine Abgrenzung immer ärztlich erfolgen und nicht eigenständig auf ein Nahrungsergänzungsmittel oder ein Absetzen der Therapie zurückgeführt werden.

Interessant für dieses Thema: Statine hemmen nicht nur die Cholesterin-, sondern auch die Mevalonat-Produktion, aus der unter anderem auch Coenzym Q10 hervorgeht. Deshalb wird seit Jahren diskutiert, ob eine Statintherapie den Bedarf an bestimmten Co-Faktoren, darunter Coenzym Q10 und möglicherweise Vitamin K2, verändern kann.

Was ist Vitamin K2 und warum ist es wichtig?

Vitamin K2 gehört zur Familie der fettlöslichen Vitamine K und wird auch als Menachinon bezeichnet. Während Vitamin K1 (Phyllochinon) vor allem an der Blutgerinnung beteiligt ist, wird Vitamin K2 vor allem mit dem Kalziumstoffwechsel in Verbindung gebracht. Die wichtigsten Formen sind MK-7, das natürlicherweise in fermentierten Lebensmitteln wie Natto vorkommt, und MK-4, das in tierischen Produkten enthalten ist.

Natürliche Nahrungsquellen von Vitamin K2

Der Gehalt an Vitamin K2 in der westlichen Ernährung ist oft gering. Gute Quellen sind Natto, bestimmte Hart- und Weichkäse, Eigelb, Leber und fermentierte Lebensmittel. Da die Versorgung über die Nahrung variiert und die Umwandlung von K1 zu K2 im Körper begrenzt ist, ist bei manchen Menschen eine niedrige K2-Versorgung möglich. Ob eine Ergänzung sinnvoll ist, sollte individuell geklärt werden.

Funktionen für Herz und Knochen

Vitamin K2 dient als Co-Faktor für Enzyme, die bestimmte Proteine aktivieren. Dazu zählen Matrix-Gla-Protein (MGP) in den Gefäßwänden und Osteocalcin im Knochen. Diese Proteine sind an der Regulation des Kalziumtransportes beteiligt: MGP wird mit der Hemmung von Verkalkungen in Gefäßen in Verbindung gebracht, Osteocalcin mit dem Einbau von Kalzium in die Knochenmatrix. Die Kombination mit Vitamin D wird häufig diskutiert, da Vitamin D die Produktion dieser Proteine fördern kann; Hintergrundinformationen dazu finden sich unter Vitamin D und seine Bedeutung.

Vitamin K2 und Statine: Was die Wissenschaft sagt

Die direkte Forschungslage zur Frage, ob Statine den Vitamin-K2-Spiegel messbar vermindern, ist begrenzt. Einige Beobachtungsstudien und Small-scale-Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Statintherapie mit Veränderungen des Vitamin-K-Stoffwechsels einhergehen kann. Solche Hinweise sind jedoch vorläufig, stammen oft aus kleinen Studien und erlauben keinen Rückschluss auf eine kausale Abhängigkeit im Einzelfall.

Matrix-Gla-Protein, Osteocalcin und Gefäßverkalkung

Zentrale Aufmerksamkeit gilt dem Matrix-Gla-Protein. Es entsteht in der glatten Gefäßmuskulatur und wird durch Vitamin K2 aktiviert. Aktives MGP wird mit einer geringeren Progression von Gefäßverkalkung und arterieller Plaque in Verbindung gebracht. Bei unzureichender Aktivierung ist eine inaktive Form messbar, die in einigen Studien mit höherem Koronarverkalkungsgrad assoziiert war. Ob eine K2-Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel diese Vorgänge klinisch relevant beeinflusst, ist Gegenstand laufender Forschung.

Mit dieser Fragestellung beschäftigen sich auch Wissenschaftler im Kontext von Arteriosklerose und Koronarverkalkung. Beobachtungsdaten zeigen Zusammenhänge zwischen höherer K2-Zufuhr und günstigeren Gefäßparametern. Beobachtungsstudien belegen jedoch keine Kausalität, und randomisierte placebokontrollierte Studien mit harten Endpunkten fehlen bislang weitgehend.

Wechselwirkung zwischen Statinen und Vitamin K2: der aktuelle Kenntnisstand

Wichtig ist die klare Unterscheidung: Vitamin K1 kann die Wirkung von Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin (Phenprocoumon, Marcumar in Deutschland) direkt beeinträchtigen. Vitamin K2 hat einen deutlich geringeren Einfluss auf die Gerinnung, ist aber nicht völlig frei von Interaktionspotenzial. Für Patientinnen und Patienten, die Statine einnehmen, gibt es bislang keine belastbaren klinischen Hinweise auf eine klinisch relevante Wechselwirkung zwischen Statinen und Vitamin K2.

Metaanalysen und systematische Übersichtsarbeiten zu Vitamin K2 konzentrieren sich meist auf Knochengesundheit oder kardiovaskuläre Marker, nicht auf die Kombination mit Cholesterinmedikamenten. Die Datenlage zu K2 und Statinen ist insgesamt dünn, und Aussagen zur Sicherheit beruhen weitgehend auf fehlenden Berichten über Schäden sowie auf plausiblen pharmakologischen Überlegungen. Das bedeutet: Eine Kombination erscheint in Studien bisher unverdächtig, ist aber nicht durch große Interventionsstudien bestätigt.

Mögliche Vorteile der Kombination: was plausibel ist und was nicht

Vitamin K2 und Koronarverkalkung

In populationsbezogenen Studien wurde eine höhere Menachinon-Zufuhr mit einer geringeren Zunahme der Koronarverkalkung assoziiert. Auch der Vitamin-K-Gehalt in gefäßnahen Geweben ist vergleichsweise hoch, was für eine biologische Relevanz spricht. Ein direkter Nachweis, dass eine K2-Ergänzung bei Statinpatienten Verkalkungen verhindert oder reduziert, fehlt jedoch. Diese Zielvorstellung bleibt derzeit eine Hypothese, die in klinischen Studien geprüft wird.

Synergie mit Vitamin D und Kalzium

Vitamin D unterstützt die Aufnahme von Kalzium und die Expression von K2-abhängigen Proteinen. Viele Fachleute diskutieren deshalb eine Kombination aus Vitamin D und K2, insbesondere bei gleichzeitiger Kalziumzufuhr über die Ernährung. Ob eine solche Kombination bei Statineinnahme zusätzlichen Nutzen bringt, ist nicht untersucht. Wer sich für Vitamin-D-Präparate interessiert, findet weiterführende Informationen unter Vitamin-D-Präparate.

Vitamin K2 und Coenzym Q10 bei Statintherapie

Weil Statine die Mevalonat-Kette hemmen, wird Coenzym Q10 häufig zusammen mit Vitamin K2 diskutiert. Einige Untersuchungen zeigen bei Statineinnahme niedrigere Coenzym-Q10-Spiegel, und kleinere Studien prüfen, ob eine Q10-Ergänzung Muskelsymptome mildern kann. Die Ergebnisse sind uneinheitlich. Für Vitamin K2 selbst gibt es bislang keine überzeugende Evidenz, dass es Statin-Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen lindert. Eine erhoffte Symptomverbesserung ist kein Beleg für eine Wirkung und sollte ärztlich abgeklärt werden.

Sicherheit und Risiken: Interaktion von Vitamin K2 und Statinen

Für Menschen, die Statine einnehmen, ist Vitamin K2 nach heutigem Kenntnisstand als grundsätzlich verträglich einzustufen. Pharmakologische Daten deuten nicht auf einen direkten Eingriff in den Statin-Stoffwechsel hin, etwa über Leberenzyme wie CYP3A4, über die viele Statine abgebaut werden. Dennoch bleibt Vorsicht geboten, da Wechselwirkungen mit Supplementen oft erst spät oder gar nicht systematisch untersucht werden.

Ein entscheidender Punkt ist die Abgrenzung zu Warfarin und anderen Blutverdünnern. Vitamin-K-Antagonisten wirken genau über den Vitamin-K-Stoffwechsel; hier ist die Zufuhr von Vitamin K1 und potenziell auch K2 medizinisch relevant und muss ärztlich abgestimmt werden. Bei Direkten Oralen Antikoagulanzien (DOAKs) oder Statinen allein ist der Einfluss von K2 auf die Gerinnung deutlich geringer, aber nicht in jedem Fall Null. Eine individuelle Absprache mit der Ärztin oder dem Arzt ist deshalb immer sinnvoll.

Optimale Dosierung: Wie viel Vitamin K2 bei Statineinnahme?

MK-7 versus MK-4

MK-7 hat eine längere Halbwertszeit und wird in vielen Nahrungsergänzungsmitteln in Dosen zwischen etwa 45 und 200 Mikrogramm pro Tag eingesetzt. MK-4 wird in deutlich höheren Dosen verwendet, vor allem in Japan im Rahmen bestimmter medizinischer Anwendungen. Für die allgemeine Ergänzung bei Statineinnahme existiert keine belegte Standarddosis. Viele Produkte orientieren sich an der MK-7-Dosierung, für die in Studien zu Knochengesundheit Dosen ab etwa 45 Mikrogramm untersucht wurden.

Wer Kalziumpräparate oder Multivitaminpräparate einnimmt, sollte deren K2-Gehalt berücksichtigen, um Doppelungen zu vermeiden. Ein Blick auf die Zutatenliste und eine Rücksprache mit einer Apotheke oder ärztlichen Praxis helfen, Dosierungen einzuordnen. Allgemeine Hinweise zur Auswahl von Präparaten bietet Multivitamin-Präparate verstehen.

Bioverfügbarkeit optimieren

Da Vitamin K2 fettlöslich ist, wird die Aufnahme verbessert, wenn die Einnahme zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit erfolgt. Eine Kombination mit Vitamin D wird häufig praktiziert, ist aber kein Muss. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung; natürliche Quellen wie Natto, Käse und Eigelb können ebenfalls zur Versorgung beitragen.

Für wen ist die Kombination weniger geeignet?

Menschen, die Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin oder Phenprocoumon einnehmen, sollten Vitamin K2 nur nach ärztlicher Rücksprache ergänzen, da die Therapiesteuerung auf einer konstanten Vitamin-K-Zufuhr basiert. Auch bei schweren Nierenerkrankungen, Lebererkrankungen, during Schwangerschaft und Stillzeit oder bei bevorstehenden Operationen mit Blutungsrisiko ist eine individuelle Abwägung erforderlich. Bei gleichzeitiger Einnahme weiterer Medikamente, die den Kalzium- oder Vitamin-K-Stoffwechsel beeinflussen, ist Rücksprache wichtig.

Zusätzlich gilt: Wenn unklare Symptome wie Muskelschmerzen, Schwäche oder Verkalkungszeichen auftreten, ist eine ärztliche Abklärung entscheidend. Solche Beschwerden können viele Ursachen haben, darunter Medikamentennebenwirkungen, Schilddrüsenprobleme, Nierenerkrankungen oder einfach trainingsbedingte Muskelkater. Nahrungsergänzungsmittel sind keine Diagnostik und kein Ersatz für medizinische Untersuchung.

Häufige Mythen und Missverständnisse

Mythos: Vitamin K2 ist gefährlich bei jeder Herzmedikation

Die Pauschalaussage, Vitamin K2 sei bei Herzmedikamenten grundsätzlich problematisch, trifft nicht zu. Sie beruht auf einer Verwechslung von Vitamin K1 und Vitamin-K-Antagonisten bzw. Blutverdünnern. Die Interaktionslage unterscheidet sich je nach Medikament deutlich, und bei Statinen existieren bislang keine belastbaren Hinweise auf eine schädliche Wechselwirkung.

Unterschied zwischen Vitamin K1 und K2 bei der Gerinnung

Vitamin K1 ist primär für die Bildung von Gerinnungsfaktoren verantwortlich. Vitamin K2 hat im Wesentlichen andere Schwerpunkte, auch wenn beide über ähnliche Stoffwechselwege verarbeitet werden. Insgesamt zeigt K2 in Studien einen geringeren Einfluss auf die Gerinnungswerte als K1, aber ein völliges Fehlen der Gerinnungsrelevanz ist nicht belegt.

Kann Vitamin K2 Statin-Nebenwirkungen reduzieren?

Für Vitamin K2 selbst gibt es keine überzeugenden Daten, die eine Linderung von Muskelschmerzen oder anderen Statin-Nebenwirkungen belegen. Coenzym Q10 wird in diesem Kontext häufiger untersucht, die Ergebnisse sind aber ebenfalls gemischt. Wer unter behandlungsbedürftigen Beschwerden leidet, sollte das ärztlich besprechen, statt eine Supplementierung als Selbstversuch durchzuführen.

Expertenperspektiven: Kardiologie und integrative Medizin

Innerhalb der Kardiologie wird Vitamin K2 ambivalent bewertet. Viele Kardiologen anerkennen die biologische Plausibilität, dass K2-abhängige Proteine wie MGP an der Gefäßverkalkung beteiligt sind, betonen aber, dass die klinische Evidenz aus randomisierten Studien noch unzureichend ist. Die Empfehlung lautet häufig: Statintherapie und Lebensstilmaßnahmen stehen im Vordergrund, Supplemente sind optional und individuell abzuwägen.

In der integrativen und ernährungsmedizinischen Praxis wird Vitamin K2 gelegentlich gezielt bei Personen empfohlen, die Statine einnehmen und gleichzeitig Hinweise auf Kalziumstoffwechselstörungen oder erhöhtes Verkalkungsrisiko haben. Auch hier gilt, dass die Evidenz begrenzt ist. Einige Fachleute argumentieren, dass bei ausreichender Sicherheit und niedriger Dosis ein Therapieversuch vertretbar sein kann, solange Kontrolluntersuchungen und Laborwerte regelmäßig ärztlich begleitet werden.

Die Veterinär- und Grundlagenforschung liefert mechanistische Hinweise, die sich jedoch nicht direkt auf den Menschen übertragen lassen. Insgesamt zeigt sich ein Bild, das zwischen biologischem Interesse und klinischer Zurückhaltung oszilliert.

Gespräch mit dem Arzt: wie Sie das Thema richtig ansprechen

Nützliche Fragen an Gesundheitsfachkräfte sind unter anderem: Gibt es in meinem Fall Hinweise auf eine relevante Wechselwirkung zwischen Statinen und Vitamin K2? Welche Laborwerte sind sinnvoll, etwa Vitamin-D-Spiegel, Kalzium, Nierenwerte, INR bei Gerinnungshemmung oder Koronarkalk-Score? Gibt es Gründe, in meiner Situation von einer Ergänzung abzuraten? Wie sollte ich vorgehen, wenn ich unter Muskelbeschwerden oder anderen Symptomen leide?

Sinnvolle Monitoring-Maßnahmen können je nach Konstellation Lipidwerte, Nieren- und Leberwerte, Kalzium- und Vitamin-D-Spiegel, bei Gerinnungshemmung die INR sowie gegebenenfalls bildgebende Verfahren wie der Koronarkalk-Score umfassen. Wer aktive Entscheidungen mittragen möchte, profitiert davon, sich vor dem Termin eigene Fragen zu notieren, die medizinische Beratung einzuholen und Entscheidungen nicht auf isolierten Internetinformationen zu basieren.

Fazit: Ist Vitamin K2 mit Statinen sicher für Sie?

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Zwischen Statinen und Vitamin K2 sind bislang keine klinisch relevanten Wechselwirkungen bekannt.
  • Die Datenlage zu Statin-induzierter Verminderung des Vitamin-K2-Spiegels ist vorläufig und nicht eindeutig.
  • Matrix-Gla-Protein und Osteocalcin zeigen, warum K2 für Gefäße und Knochen biologisch relevant ist.
  • Der entscheidende Unterschied gilt Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin: Hier ist ärztliche Rücksprache Pflicht.
  • Bei Nieren- oder Lebererkrankungen, Schwangerschaft und Stillzeit ist Vorsicht bzw. individuelle Abwägung nötig.
  • Belege, dass Vitamin K2 Statin-Nebenwirkungen lindert, sind nicht ausreichend; Coenzym Q10 wird kontrovers diskutiert.
  • Eine Standarddosierung für die Kombination ist nicht belegt; MK-7-Dosen von etwa 45–200 µg werden in Studien zu K2 häufig untersucht.
  • Supplemente ersetzen keine medizinische Therapie und keine ausgewogene Ernährung.

Häufig gestellte Fragen

Ist Vitamin K2 sicher bei gleichzeitiger Einnahme von Statinen?

Bislang gibt es keine überzeugenden Hinweise auf eine klinisch relevante Wechselwirkung zwischen Statinen und Vitamin K2. Studien zu dieser Kombination sind jedoch rar und klein. Für eine allgemeingültige Sicherheitseinschätzung fehlen große randomisierte Untersuchungen. Eine ärztliche Rücksprache bleibt deshalb sinnvoll, insbesondere bei mehreren Medikamenten oder Vorerkrankungen.

Warum sollte man Vitamin K2 mit Statinen einnehmen?

Überlegt wird eine Ergänzung, weil Statine theoretisch den Vitamin-K-Stoffwechsel beeinflussen könnten und weil K2 für Gefäß- und Knochengesundheit biologisch relevant ist. Ob ein konkreter Nutzen bei Statinpatienten besteht, ist nicht belegt. Die Entscheidung sollte individuell und ärztlich begleitet erfolgen, nicht als Standardempfehlung.

Vermindern Statine den Vitamin-K2-Spiegel?

Es gibt vorläufige Hinweise aus Beobachtungsstudien auf Veränderungen im Vitamin-K-Stoffwechsel bei Statineinnahme. Ein kausaler, klinisch relevanter Mangel ist nicht nachgewiesen. Die Studien sind klein und widersprüchlich, deshalb bleibt diese Frage offen und sollte nicht als gesicherter Grund für eine Supplementierung gelten.

Kann Vitamin K2 Statin-Nebenwirkungen wie Muskelschmerzen lindern?

Für Vitamin K2 gibt es keine belastbare Evidenz, dass es Muskelschmerzen oder andere Statin-Nebenwirkungen lindert. Coenzym Q10 wird in diesem Zusammenhang häufiger untersucht, die Ergebnisse sind aber uneinheitlich. Anhaltende Muskelbeschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden, da viele Ursachen infrage kommen.

Sollte man Vitamin K2 und Coenzym Q10 zusammen mit Statinen einnehmen?

Manche Fachleute kombinieren beide, weil Statine die Mevalonat-Kette hemmen, aus der Coenzym Q10 hervorgeht. Die Evidenz für einen messbaren Nutzen ist begrenzt und gemischt. Ob eine solche Kombination im Einzelfall sinnvoll ist, sollte individuell mit einer ärztlichen oder pharmazeutischen Fachkraft geklärt werden.

Welche Vitamin-K2-Dosierung wird bei Statineinnahme empfohlen?

Eine belegte Standarddosierung für diese Kombination existiert nicht. In Studien zu Vitamin K2 werden häufig MK-7-Dosen zwischen etwa 45 und 200 Mikrogramm pro Tag untersucht. Die passende Dosis hängt von Alter, Ernährung, Medikation und Zielen ab und sollte fachlich individuell besprochen werden.

Interagiert Vitamin K2 mit Blutverdünnern?

Bei Vitamin-K-Antagonisten wie Warfarin oder Phenprocoumon ist Vitamin K, auch K2, medizinisch relevant und kann die Gerinnungswerte beeinflussen. Hier ist eine ärztliche Abstimmung mit konstanter Zufuhr nötig. Bei Direkten Oralen Antikoagulanzien und bei Statinen ist der Einfluss deutlich geringer, aber nicht in jedem Fall vollständig ausgeschlossen.

Gibt es Studien zu Vitamin K2 und Statinen?

Es gibt vereinzelte kleinere Beobachtungsstudien und mechanistische Untersuchungen, aber keine großen randomisierten Studien zur direkten Kombination von Statinen und Vitamin K2. Die meisten K2-Studien beziehen sich auf Knochengesundheit oder kardiovaskuläre Marker. Aussagen zur Sicherheit beruhen vor allem auf plausiblen pharmakologischen Überlegungen und dem Fehlen von Schadensberichten.

Welche Lebensmittel liefern natürliches Vitamin K2?

Die besten natürlichen Quellen sind Natto, bestimmte Käsesorten, Eigelb, Leber und andere fermentierte oder tierische Produkte. Der Gehalt variiert stark. In einer ausgewogenen westlichen Mischkost ist die K2-Zufuhr oft moderat. Ob eine Ergänzung zusätzlich sinnvoll ist, sollte individuell beurteilt werden.

Muss ich Vitamin K2 zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen?

Da Vitamin K2 fettlöslich ist, verbessert sich die Aufnahme, wenn die Einnahme mit einer Mahlzeit erfolgt, die etwas Fett enthält. Das muss nicht zwingend mit Vitamin D kombiniert werden, auch wenn das häufig praktiziert wird. Wichtiger ist die regelmäßige, gleichmäßige Einnahme im Rahmen der individuellen Gesamttherapie.

Schlussbetrachtung: Informierte Entscheidungen mit medizinischer Begleitung treffen

Vitamin K2 und Statine schließen einander nach heutigem Kenntnisstand nicht aus. Die entscheidenden Punkte sind eine realistische Einschätzung der Evidenz, die Unterscheidung zwischen biologischer Plausibilität und belegtem klinischem Nutzen sowie die klare Abgrenzung von Warfarin und anderen Blutverdünnern. Individuelle Faktoren wie Nierenfunktion, weitere Medikamente und persönliche Ziele bestimmen, ob eine Ergänzung für Sie sinnvoll ist.

Supplemente können eine Option sein, um die Versorgung mit Vitamin K2 über die übliche Ernährung hinaus zu unterstützen, sofern die Grundlage eine ausgewogene Kost bleibt. Sie ersetzen weder die Statintherapie noch ärztliche Kontrolluntersuchungen noch eine Lebensstilorientierung. Besprechen Sie das Thema mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, lassen Sie relevante Laborwerte im Blick und treffen Sie Ihre Entscheidung auf Basis einer individuellen Abwägung.

Relevante Begriffe

Vitamin K2, Menachinon, MK-7, MK-4, Vitamin K1, Phyllochinon, Statine, Cholesterinsenker, LDL-Cholesterin, Matrix-Gla-Protein, Osteocalcin, Koronarverkalkung, Arteriosklerose, Coenzym Q10, Warfarin, Blutverdünner, Vitamin-D-und-K2-Synergie, Nahrungsergänzungsmittel

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