What to avoid in multivitamins? - Topvitamine

Was Sie in Multivitaminen vermeiden sollten: Zusatzstoffe, künstliche Füllstoffe und mehr

January 14, 2026Topvitamine

Welche Inhaltsstoffe sollten nicht in Multivitaminen enthalten sein?

  • Wählen Sie Multivitamine ohne künstliche Füllstoffe wie Magnesiumstearat oder Titandioxid.
  • Meiden Sie synthetische Farbstoffe (z. B. E129, E102, E133), wegen Allergie‑ und Gesundheitsrisiken.
  • Achten Sie bei Gummies und Lutschpastillen auf fehlenden oder sehr geringen Zusatz-Zucker (z. B. Glukosesirup, Saccharose).
  • Bevorzugen Sie gut aufnehmbare Formen—methylierte B‑Vitamine und chelatierte Mineralien erhöhen die Bioverfügbarkeit.
  • Sagen Sie Nein zu unnötigen Zusatzstoffen wie künstlichen Aromen, Konservierungsstoffen oder Parabenen.
  • Lesen Sie immer die Zutatenliste und das Supplement Facts‑Panel, um saubere Formulierungen zu erkennen.
  • Multivitamine mit natürlichen Füllstoffen oder ganz ohne Füllstoffe verbessern meist die Nährstoffaufnahme.
  • Kaufen Sie bei seriösen Anbietern: Apotheke, Reformhaus oder geprüfte Online‑Shops, die Laborzertifikate vorlegen können.

Multivitamine sind für viele Menschen ein fester Bestandteil der täglichen Gesundheitsvorsorge geworden. Sie sollen Lücken in der Ernährung schließen und das Wohlbefinden unterstützen. Allerdings sind nicht alle Präparate gleich: manche liefern gut verwertbare Nährstoffformen, andere enthalten hingegen unnötige oder problematische Zusatzstoffe wie künstliche Füllstoffe, Farbstoffe oder Zucker, die den Nutzen schmälern können.

Dieser Ratgeber erklärt die Inhaltsstoffe, die Sie in Multivitamin‑Präparaten kritisch betrachten sollten. Ob Sie ein Präparat für allgemeines Wohlbefinden, Energie, Immunsystem oder Knochenstärke suchen — zu wissen, was nicht hineingehört, ist genauso wichtig wie zu wissen, was hinein gehört. Ziel ist, Ihnen zu helfen, sicherere und sinnvollere Entscheidungen zu treffen und gängige „Warnsignale“ auf der Zutatenliste schnell zu erkennen.

Was sind Multivitamine und welche Rolle spielen sie?

Multivitamine sind Nahrungsergänzungsmittel, die mehrere Vitamine und Mineralstoffe in einer Kombinationsform liefern—oft ergänzt durch weitere Nährstoffe. Sie sind als Tabletten, Kapseln, Pulver oder Gummis erhältlich und sollen Ernährungsdefizite ausgleichen, die durch unausgewogene Ernährung, Alter oder bestimmte Erkrankungen entstehen können.

Sie ersetzen keine gesunde, abwechslungsreiche Ernährung, können aber helfen, typische Lücken zu schließen—z. B. Vitamin D bei geringer Sonnenexposition oder Vitamin B12 bei veganer Ernährung. Die Qualität eines Multivitamins hängt stark von der Reinheit der Inhaltsstoffe, der Dosierungsgenauigkeit, der verwendeten Nährstoffformen und der Transparenz des Herstellers ab.

Wichtige Kriterien zur Beurteilung sind:

  • Transparente, nachvollziehbare Herkunft der Inhaltsstoffe
  • Korrekte Dosierungen ohne Überdosierung einzelner Nährstoffe
  • Verwendung bioverfügbarer, aktiver Nährstoffformen
  • Verzicht auf Allergene, künstliche Füllstoffe und schädliche Zusatzstoffe
  • Unabhängige Prüfungen und Zertifikate (z. B. GMP, Labor‑COA, Testergebnisse von ÖKO‑TEST)

Künstliche Füllstoffe: Warum sie in Multivitaminen problematisch sind

Künstliche Füllstoffe werden bei der Herstellung eingesetzt, um Tabletten zu formen, die Produktion zu vereinfachen oder die Haltbarkeit zu erhöhen. Sie liefern jedoch keinen ernährungsphysiologischen Nutzen und können die Löslichkeit bzw. Aufnahme der Nährstoffe beeinträchtigen.

Bekannte Beispiele:

  • Mikrokristalline Cellulose (aus Holz gewonnen) – häufig als Füllstoff genutzt; kann die Auflösung verlangsamen.
  • Magnesiumstearat – ein Produktionsschmiermittel; in kleinen Mengen allgemein als unbedenklich angesehen, kann aber bei Empfindlichen die Benetzbarkeit und Aufnahme reduzieren.
  • Titandioxid (Titandioxid/TiO2, E171) – wurde früher als Weißmacher verwendet; als Lebensmittelzusatzstoff in der EU nicht mehr zugelassen, wegen möglicher genotoxischer Effekte.

Mögliche Folgen solcher Füllstoffe sind Magen‑Darm‑Beschwerden, Unverträglichkeiten oder eine reduzierte Nährstoffaufnahme. Achten Sie auf Zutaten wie Magnesiumstearat, Stearinsäure, Siliciumdioxid (Kieselsäure) oder Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) auf der Verpackung.

Bevorzugen Sie stattdessen Produkte mit natürlichen Bindemitteln wie Reismehl oder Akaziengummi oder Formulierungen, die ganz ohne Füllstoffe auskommen. Seriöse Hersteller geben zudem an, ob Tabletten pressfrei oder mit minimalen, unbedenklichen Hilfsstoffen hergestellt wurden.

Synthetische Farbstoffe: Bunte Gummis, versteckte Risiken

Synthetische Farbstoffe werden vor allem in Gummies und Lutschpastillen genutzt, um Produkte attraktiver zu machen. Sie dienen keinem ernährungsphysiologischen Zweck und können bei empfindlichen Personen zu Problemen führen.

Häufig verwendete Farbstoffe:

  • E129 (Allura Red / FD&C Red No. 40) – mit Hyperaktivität und Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung gebracht.
  • E102 (Tartrazin / Yellow No. 5) – kann allergische Reaktionen auslösen, besonders bei Asthmatikern oder Aspirin‑Empfindlichen.
  • E133 (Brillantblau / Blue No. 1) – wird in Studien auf mögliche negative Effekte geprüft.

In der EU sind solche Farbstoffe zwar zugelassen, ihre Häufung in mehreren Lebensmitteln und Nahrungsergänzungen kann jedoch problematisch sein—insbesondere bei Kindern. Sauberere Alternativen nutzen Pflanzenfarben (z. B. Rote‑Bete‑Saft, Kurkuma, Spirulina‑Extrakt).

Auf dem Etikett suchen Sie nach Begriffen wie „künstliche Farbstoffe“, „FD&C“, oder E‑Nummern. Für Kinderprodukte ist es ratsam, farbstofffreie Varianten zu wählen.

Zusatz-Zucker in Vitaminen: Süß, aber unnötig

Viele Gummies und aromatisierte Tabletten enthalten zugesetzten Zucker, um den Geschmack zu verbessern. Häufige Süßungsmittel sind:

  • Glukosesirup
  • Saccharose (Haushaltszucker)
  • Fruktose oder Maissirup mit hohem Fruktoseanteil

Regelmäßiger Konsum von zugesetztem Zucker ist wissenschaftlich mit Übergewicht, Insulinresistenz, Karies und metabolischen Erkrankungen verknüpft. Die WHO empfiehlt, die Aufnahme von zugesetztem Zucker auf unter 10 % der täglichen Energiezufuhr zu begrenzen—idealerweise unter 5 %.

Gerade Kinder‑Gummies können mehr Zucker als Nährstoffe enthalten und Essgewohnheiten fördern, die Zucker belohnen. Tipps zur Vermeidung:

  • Wenn möglich Kapseln oder Tabletten statt Gummies wählen
  • Etikett auf „Zucker“, „Zutaten mit -sirup“ oder „Saccharose“ kontrollieren
  • Natürliche Süßstoffe wie Stevia oder Mönchsfrucht bevorzugen, wenn Süßung vorhanden ist

Unnötige chemische Zusatzstoffe: Darauf sollten Sie verzichten

Über Füllstoffe, Farbstoffe und Zucker hinaus enthalten manche Produkte Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder andere chemische Zusätze, die keinen gesundheitlichen Vorteil bringen.

Beispiele problematischer Zusatzstoffe:

  • Propylgallat – Antioxidans, das hormonelle Effekte haben kann.
  • Parabene (z. B. Methylparaben, Propylparaben) – bekannt aus Kosmetika; in der Diskussion wegen endokriner Wirkungen.
  • Künstliche Aromen – können Allergien oder Unverträglichkeitsreaktionen auslösen und maskieren oft minderwertige Inhaltsstoffe.

Bei empfindlichen Personen können diese Zusatzstoffe Haut‑, Atemwegs‑ oder neurologische Beschwerden verschlechtern. Der kumulative Effekt über viele Produkte hinweg ist außerdem schwer abzuschätzen.

So vermeiden Sie unnötige Zusätze:

  • Suchen Sie nach „ohne Zusatzstoffe“, „additive‑frei“ oder „clean label“
  • Prüfen Sie Produktinformationen und Laborzertifikate (COA)
  • Achten Sie auf Drittanbieter‑Tests und unabhängige Prüfsiegel (z. B. ÖKO‑TEST, GMP‑Hinweis)

Geringe Bioverfügbarkeit: Nur enthalten heißt nicht wirksam

Die Wirksamkeit eines Multivitamins hängt stark von der Bioverfügbarkeit ab—also wie gut der Körper die zugeführten Nährstoffe aufnehmen und verwerten kann.

Wichtige Einflussfaktoren:

  • Die chemische Form des Vitamins (z. B. Methylcobalamin vs. Cyanocobalamin für B12)
  • Vorhandensein von Aufnahmeverstärkern (z. B. Piperin für Curcumin)
  • Gleichzeitige Einnahme von Stoffen, die die Aufnahme hemmen (z. B. Calcium vs. Eisen)

Oft verwendete, aber wenig gut aufnehmbare Formen sind:

  • Mineraloxide (z. B. Magnesiumoxid, Zinkoxid)
  • Nicht‑methylierte B‑Vitamine (z. B. Folsäure statt L‑5‑MTHF)

Besser sind:

  • Chelatierte Mineralien (z. B. Magnesiumbisglycinat, Zink‑Picolinat)
  • Methylierte, aktive Vitaminformen (z. B. Methylcobalamin, L‑5‑MTHF)

Produkte mit gut dokumentierter Bioverfügbarkeit sind meist etwas teurer, liefern aber einen deutlich höheren Nutzen, weil die Nährstoffe tatsächlich im Körper verfügbar sind.

Wichtige Erkenntnisse auf einen Blick

  • Multivitamine können Lücken schließen—aber nur bei qualitativ hochwertigen Formulierungen.
  • Vermeiden Sie künstliche Füllstoffe wie Titandioxid und Magnesiumstearat, wenn möglich.
  • Meiden Sie synthetische Farbstoffe, besonders bei Produkten für Kinder.
  • Achten Sie auf zugesetzten Zucker in Gummies—er bringt Kalorien, keinen Nutzen.
  • Reduzieren Sie die Aufnahme unnötiger chemischer Zusatzstoffe (Parabene, Propylgallat, künstliche Aromen).
  • Wählen Sie hoch bioverfügbare Formen (chelatierte Mineralien, methylierte Vitamine).
  • Lesen Sie Etiketten gründlich, bevorzugen Sie Transparenz und unabhängige Prüfungen.
  • Kaufen Sie bei seriösen Anbietern: Apotheke, Reformhaus oder geprüfte Online‑Shops, die Laborzertifikate vorlegen.
  • Beraten Sie sich mit einer Ärztin/einem Arzt oder einer Apothekerin/einem Apotheker, bevor Sie mit neuen Präparaten starten.
  • Weniger ist oft mehr: Qualität vor Quantität.

Fragen & Antworten

Warum sind Füllstoffe in meinem Multivitamin ein Problem?

Füllstoffe tragen nichts zur Nährstoffversorgung bei, können die Auflösung und Aufnahme beeinträchtigen und bei empfindlichen Menschen Unverträglichkeiten auslösen. Füllstofffreie oder minimal verarbeitete Produkte sind meist die bessere Wahl.

Welche synthetischen Farbstoffe gelten als bedenklich?

Farbstoffe wie E129 (Allura Red), E102 (Tartrazin) und E133 (Brillantblau) werden mit Allergien und Verhaltensänderungen in Verbindung gebracht. Vor allem für Kinder lohnt sich ein Verzicht.

Funktionieren Multivitamine mit Zucker genauso gut wie zuckerfreie?

Der Zucker ändert nichts an der Wirksamkeit der Vitamine, trägt aber zu Kalorien und Gesundheitsrisiken bei. Zuckerfreie oder natürlich gesüßte Varianten sind vorzuziehen.

Warum sind künstliche Aromen problematisch?

Künstliche Aromen liefern keinen gesundheitlichen Vorteil, können Allergien auslösen und werden oft verwendet, um minderwertige Formulierungen zu kaschieren.

Wie erkenne ich eine hohe Bioverfügbarkeit?

Suchen Sie auf der Zutatenliste nach Chelat‑Bezeichnungen (Bisglycinat, Picolinat) bei Mineralien und nach methylierten Vitaminformen (Methylcobalamin, L‑5‑MTHF). Hersteller, die Studien oder COAs angeben, sind vorzuziehen.

Was bedeutet „Clean Label“ bei Nahrungsergänzungen?

„Clean Label“ steht für Produkte mit wenigen, transparenten Zutaten ohne unnötige künstliche Zusatzstoffe. Dazu gehören deklarierte Herkunft, minimale Verarbeitung und oft unabhängige Prüfungen.

Gibt es wirklich „saubere“ Multivitamine?

Ja. Achten Sie auf Produkte mit klarer Zutatenliste, unabhängigen Laboranalysen und anerkannten Prüfsiegeln (z. B. ÖKO‑TEST, GMP). Apothekerinnen und Apotheker sowie geprüfte Fachhändler können ebenfalls beraten.

Sind bunte Kindergummis unbedenklich?

Viele bunte Gummies enthalten Farbstoffe und Zucker. Für Kinder sind farbstofffreie und zuckerarme Varianten sicherer—oder alternativ Tabletten/Kapseln, falls altersgerecht.

Sollte ich Magnesiumstearat generell meiden?

In sehr kleinen Mengen gilt Magnesiumstearat als sicher, einige Menschen berichten jedoch von Verdauungsbeschwerden oder einer verminderten Aufnahme. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie Präparate ohne diesen Zusatz.

Können synthetische Vitaminformen weniger wirksam sein?

Ja. Manche synthetischen Formen müssen erst umgewandelt werden (z. B. Cyanocobalamin zu aktivem B12) und werden schlechter aufgenommen. Aktivere Formen sind häufiger wirksamere Optionen.

Welches ist eine gut aufnehmbare Form von Vitamin B?

Methylcobalamin (B12) und L‑5‑MTHF (bioaktive Form von Folat) sind Beispiele für hoch bioverfügbare, aktive B‑Vitamin‑Formen.

Sind „saubere“ Präparate teurer?

Oft ja, weil bessere Rohstoffe und unabhängige Tests Kosten erzeugen. Langfristig rechtfertigt die höhere Qualität jedoch meist den Preis.

Ist Titandioxid in Europa noch erlaubt?

Titandioxid (E171) ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff nicht mehr zugelassen, da Sicherheitsbedenken bestehen. Hersteller, die ohne TiO2 produzieren, sind vorzuziehen.

Wie finde ich geprüfte Empfehlungen?

Suchen Sie nach Tests von Verbraucherorganisationen (z. B. ÖKO‑TEST), Fragen Sie in der Apotheke nach Laborzertifikaten oder achten Sie auf Herstellerangaben zu Drittanbieter‑Tests (COA).

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