Magnesiumreiche Früchte: Welche liefern am meisten?

Aktualisiert: August 10, 2026Topvitamine
Magnesiumreiche Früchte können zur täglichen Versorgung beitragen, sind im Vergleich zu Nüssen, Samen, Hülsenfrüchten und Vollkorn jedoch meist keine Spitzenquellen. Getrocknete Feigen und Datteln liefern pro 100 g besonders viel, während Avocado und Banane praktische frische Optionen sind. Dieser Ratgeber zeigt Vergleichswerte, beantwortet wichtige Fragen zum Tagesbedarf und erklärt, wann Lebensmittel oder ein Magnesiumpräparat sinnvoll sein können.
Which fruit is high in magnesium? - Topvitamine

Welche Früchte sind reich an Magnesium?

Zu den Früchten mit hohem Magnesiumgehalt zählen vor allem getrocknete Feigen und Datteln. Auch Kaktusfeigen können je nach Sorte einen vergleichsweise hohen Wert aufweisen. Bei frischem Obst liefern Avocados, Bananen, Passionsfrüchte und Beeren moderate Mengen. Wichtig ist jedoch: Obst ist zwar eine gute Ergänzung, aber meist nicht die ergiebigste Quelle für Magnesium. Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Kakao enthalten in der Regel deutlich mehr.

Die folgenden Angaben beziehen sich auf ungefähr 100 g essbaren Anteil. Werte können je nach Sorte, Reifegrad, Anbau, Verarbeitung und Nährwertdatenbank schwanken.

Magnesiumgehalt von Obst im Überblick

ObstMagnesium pro 100 gHinweis
Kaktusfeigeca. 85 mgvergleichsweise selten erhältlich; Werte können stark variieren
Getrocknete Feigenca. 68 mgkonzentriert, daher energiereich und süß
Dattelnca. 54 mgkonzentrierte natürliche Süße
Getrocknete Maulbeerenca. 43 mgje nach Produkt unterschiedlich
Avocadoca. 29–30 mgfrische, vielseitige Quelle
Passionsfruchtca. 29 mgliefert außerdem Ballaststoffe
Bananeca. 27 mgpraktisch als Snack
Himbeerenca. 22 mgfrisch oder tiefgekühlt geeignet
Brombeerenca. 20 mgliefert zusätzlich Ballaststoffe
Kiwica. 17 mgenthält viel Vitamin C
Granatapfelca. 12 mgvor allem wegen seiner Vielseitigkeit beliebt

Die Tabelle zeigt den Magnesiumgehalt von Obst, aber nicht automatisch die beste Portionswahl. 100 g Trockenfrüchte enthalten wegen des entzogenen Wassers deutlich mehr Zucker und Energie als 100 g frisches Obst. Deshalb sollten getrocknete Feigen, Datteln und Maulbeeren eher in kleinen Mengen gegessen werden.

Die besten magnesiumreichen Früchte im Detail

Getrocknete Feigen

Getrocknete Feigen gehören zu den magnesiumreicheren Obstsorten und liefern ungefähr 68 mg pro 100 g. Eine kleine Portion passt in Müsli, Naturjoghurt oder einen Snack mit Nüssen. Achten Sie beim Einkauf auf Produkte ohne zugesetzten Zucker, sofern Sie diesen vermeiden möchten. Wegen ihrer konzentrierten Süße und Energiedichte ist eine kleine Portion meist ausreichend.

Datteln

Datteln enthalten etwa 54 mg Magnesium pro 100 g. Sie eignen sich zum Süßen von Haferflocken, als Bestandteil selbst gemachter Energiebällchen oder in Kombination mit Nüssen. Wie bei anderen Trockenfrüchten gilt: Die Nährstoffe sind konzentriert, aber ebenso Zucker und Kalorien. Datteln sollten daher nicht als unbegrenzt verzehrbare Magnesiumquelle betrachtet werden.

Kaktusfeigen

Kaktusfeigen werden in Nährwerttabellen teilweise mit ungefähr 85 mg Magnesium pro 100 g angegeben und können damit zu den magnesiumreichsten Früchten zählen. Die Werte sind jedoch nicht für jede Sorte und jedes Produkt gleich. Beim Schälen ist Vorsicht geboten, da die Schale und äußere Oberfläche feine Stacheln enthalten können.

Avocado

Avocado liefert rund 29 bis 30 mg Magnesium pro 100 g. Sie lässt sich einfach in Salate, auf Brot oder in Dips integrieren und enthält außerdem Ballaststoffe sowie ungesättigte Fettsäuren. Eine halbe Avocado kann je nach Größe ungefähr 100 g oder mehr wiegen. Der Magnesiumbeitrag ist praktisch, ersetzt aber keine insgesamt magnesiumreiche Ernährung.

Banane

Eine mittelgroße Banane enthält ungefähr 30 bis 35 mg Magnesium, abhängig von ihrer Größe. Sie ist deshalb ein unkomplizierter Snack, aber keine besonders konzentrierte Magnesiumquelle. Bananen liefern außerdem Kohlenhydrate und Kalium und passen gut zu Haferflocken, Naturjoghurt oder Nussmus.

Beeren, Kiwi und Passionsfrucht

Himbeeren, Brombeeren, Kiwis und Passionsfrüchte enthalten moderate Mengen Magnesium. Ihr Vorteil liegt in der Kombination aus Geschmack, Flüssigkeit, Ballaststoffen und weiteren Mikronährstoffen. Frische oder tiefgekühlte Beeren können Müsli, Joghurt und Smoothies ergänzen. Tiefgekühlte Produkte sind in der Regel eine praktische Alternative, sofern sie keinen zugesetzten Zucker enthalten.

Reicht Obst aus, um den täglichen Magnesiumbedarf zu decken?

Für die meisten Erwachsenen liegt der tägliche Referenzwert je nach Geschlecht und zugrunde gelegter Empfehlung ungefähr im Bereich von 300 bis 350 mg Magnesium. Der individuelle Bedarf kann unter anderem von Alter, Ernährung und Lebenssituation abhängen. Eine einzelne Frucht deckt diesen Bedarf nicht vollständig: Eine Banane liefert beispielsweise nur einen kleinen Teil davon.

Wer 100 % des täglichen Magnesiumbedarfs erreichen möchte, sollte verschiedene Magnesiumquellen kombinieren. Geeignet sind beispielsweise Haferflocken mit Banane und Kürbiskernen, ein Salat mit Avocado und Hülsenfrüchten oder Naturjoghurt mit Beeren und Nüssen. So stammt Magnesium aus Lebensmitteln nicht nur aus Obst, sondern aus einer abwechslungsreichen Ernährung.

Welche fünf Lebensmittel enthalten besonders viel Magnesium?

Wenn es nicht ausschließlich um Obst geht, gehören typischerweise folgende Lebensmittel zu den ergiebigeren Magnesiumquellen:

  1. Kürbiskerne und andere Samen
  2. Nüsse wie Mandeln oder Cashewkerne
  3. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Linsen und Kichererbsen
  4. Vollkornprodukte wie Haferflocken
  5. Kakao beziehungsweise ungesüßtes Kakaopulver

Die genauen Werte hängen vom Lebensmittel und der Portionsgröße ab. Eine Mischung aus diesen Lebensmitteln und magnesiumreichem Obst ist meist sinnvoller, als sich auf eine einzige Frucht zu konzentrieren.

Praktische Ideen für eine magnesiumbewusste Ernährung

  • Frühstück: Haferflocken mit Banane, Beeren und einem Löffel Samen.
  • Zwischenmahlzeit: Eine kleine Portion getrocknete Feigen oder Datteln mit Nüssen.
  • Mittagessen: Salat oder Bowl mit Avocado, Quinoa und Hülsenfrüchten.
  • Snack: Kiwi, Beeren oder Passionsfrucht mit Naturjoghurt.

Ein einfacher Smoothie aus Banane, Beeren, Haferflocken und ungesüßtem Pflanzendrink kann mehrere nährstoffreiche Zutaten verbinden. Er wird nicht automatisch zu einer vollständigen Magnesiumversorgung, besonders wenn Samen, Nüsse oder Vollkornprodukte fehlen.

Obst oder Magnesiumpräparat?

Lebensmittel sind für viele Menschen der naheliegende Ausgangspunkt, weil sie neben Magnesium weitere Nährstoffe liefern. Ein Magnesiumpräparat kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, etwa wenn die Ernährung den Bedarf nicht ausreichend deckt oder eine medizinische Fachperson eine Ergänzung empfiehlt. Es ersetzt jedoch keine ausgewogene Ernährung und sollte nicht pauschal als notwendig angesehen werden.

Bei der Auswahl eines Präparats sind unter anderem die Magnesium­menge pro Tagesportion, die verwendete Verbindung, die Darreichungsform und die Verträglichkeit relevant. Verschiedene Verbindungen wie Magnesiumcitrat oder Magnesiumglycinat werden unterschiedlich verwendet und können sich hinsichtlich Verträglichkeit und Zusammensetzung unterscheiden. Eine allgemein beste Form gibt es nicht für alle Personen.

Höhere Mengen können insbesondere Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall verursachen. Wer eine Nierenerkrankung hat, regelmäßig Medikamente einnimmt, schwanger ist, stillt oder Magnesium über längere Zeit beziehungsweise in höheren Mengen ergänzen möchte, sollte die Auswahl vorher mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer qualifizierten Apotheke besprechen. Weitere Informationen finden Sie in der Magnesium-Kollektion. Je nach persönlicher Ernährung können auch Informationen zu Vitamin C, Vitamin D, Vitamin K und DHA und EPA interessant sein; diese Nährstoffe sind jedoch kein Ersatz für Magnesium.

Häufige Fragen zu magnesiumreichen Früchten

Welche Frucht ist besonders reich an Magnesium?

Nach den hier verwendeten Vergleichswerten gehören Kaktusfeigen, getrocknete Feigen und Datteln zu den magnesiumreichsten Früchten. Bei Kaktusfeigen können die Werte je nach Sorte und Datenquelle deutlich schwanken. Getrocknete Früchte enthalten Magnesium in konzentrierter Form, sollten wegen ihrer höheren Energiedichte aber maßvoll gegessen werden.

Wie kann ich 100 % Magnesium am Tag aufnehmen?

Am einfachsten gelingt das meist durch eine Kombination verschiedener Lebensmittel: Vollkornprodukte, Samen, Nüsse, Hülsenfrüchte, grünes Gemüse und Obst. Eine Banane oder andere einzelne Frucht reicht dafür normalerweise nicht aus. Der persönliche Bedarf ist unterschiedlich; bei Verdacht auf eine Unterversorgung kann eine fachliche Beratung sinnvoll sein.

Reicht eine Banane am Tag für Magnesium?

Nein, eine Banane liefert zwar ungefähr 30 bis 35 mg Magnesium, deckt den täglichen Bedarf eines Erwachsenen aber nur teilweise. Sie kann Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein, sollte jedoch mit weiteren Magnesiumquellen kombiniert werden.

Was sind die fünf besten magnesiumreichen Lebensmittel?

Zu den besonders magnesiumreichen Lebensmittelgruppen zählen Samen, Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und ungesüßtes Kakaopulver. Die konkrete Rangfolge hängt von der jeweiligen Sorte, Verarbeitung und Portionsgröße ab. Obst ergänzt diese Auswahl, ist aber meist nicht die konzentrierteste Quelle.

Ist Magnesium aus Obst besser als Magnesium aus Präparaten?

Obst ist eine natürliche Lebensmittelquelle und liefert zusätzlich Wasser, Ballaststoffe und weitere Nährstoffe. Ein Präparat bietet dagegen eine definierte Menge Magnesium und kann in bestimmten Fällen gezielter eingesetzt werden. Welche Option passt, hängt von Ernährung, Verträglichkeit und persönlicher Situation ab.

Kann man zu viel Magnesium aus Früchten aufnehmen?

Durch eine normale, abwechslungsreiche Ernährung ist eine übermäßige Magnesiumzufuhr aus Obst allein unwahrscheinlich. Bei Trockenfrüchten sollten jedoch Portionsgröße und Gesamtzucker berücksichtigt werden. Für Magnesiumpräparate gelten andere Bedingungen; hohe Mengen können Beschwerden verursachen und sind bei bestimmten Erkrankungen oder Medikamenten besonders sorgfältig abzuklären.

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