Wofür sind die verschiedenen Vitamine gut? Funktionen und Quellen

Aktualisiert: August 06, 2026Topvitamine
Wofür sind Vitamine gut? Die 13 Vitamine unterstützen unter anderem Sehkraft, Energiestoffwechsel, Immunsystem, Blutbildung, Knochen und Zellschutz. Dieser Überblick erklärt den Unterschied zwischen wasserlöslichen und fettlöslichen Vitaminen, nennt geeignete Lebensmittelquellen und zeigt, wann Vitaminpräparate sinnvoll sein können. Da Beschwerden unspezifisch sind und Supplemente Wechselwirkungen haben können, sollte ein vermuteter Mangel fachlich abgeklärt werden.
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Kurzantwort: Wofür sind Vitamine gut? Sie sind lebenswichtige organische Mikronährstoffe, die der Körper unter anderem für Sehkraft, Energiestoffwechsel, Nervenfunktion, Blutbildung, Knochen, Haut und Immunsystem benötigt. Es gibt 13 anerkannte Vitamine. Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf meist ab; Vitaminpräparate können in bestimmten Lebenssituationen oder bei nachgewiesenem Bedarf sinnvoll sein, ersetzen aber keine ausgewogene Ernährung oder medizinische Behandlung.

Die Wirkung eines Vitamins sollte nicht mit einem allgemeinen Heilversprechen verwechselt werden. Vitamine tragen zur normalen Körperfunktion bei. Ob eine zusätzliche Einnahme nötig ist, hängt von Ernährung, Alter, Lebensphase, Gesundheitszustand und möglichen Wechselwirkungen mit Arzneimitteln ab.

Die 13 Vitamine im Überblick

Zu den 13 Vitaminen gehören die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die wasserlöslichen B-Vitamine und Vitamin C. Der Vitamin-B-Komplex umfasst B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12.

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VitaminWichtige physiologische FunktionLebensmittelquellen
Vitamin ATrägt zur Erhaltung der Sehkraft, zur normalen Funktion des Immunsystems und zur Erhaltung von Haut und Schleimhäuten bei.Milchprodukte, Eier, Leber; Provitamin A aus Karotten, Süßkartoffeln und grünem Gemüse
Vitamin B1Unterstützt den Energiestoffwechsel sowie die normale Funktion von Herz und Nervensystem.Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen
Vitamin B2Trägt zum Energiestoffwechsel, zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress und zur Erhaltung von Haut und Schleimhäuten bei.Milchprodukte, Eier, Fleisch, Fisch und Mandeln
Vitamin B3Ist am Energiestoffwechsel beteiligt und unterstützt Haut, Schleimhäute und Nervensystem.Fleisch, Fisch, Erdnüsse, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte
Vitamin B5Trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur normalen geistigen Leistungsfähigkeit bei.Fleisch, Eier, Pilze, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
Vitamin B6Unterstützt den Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel, die Bildung roter Blutkörperchen und die normale Funktion des Nervensystems.Fisch, Geflügel, Kartoffeln, Bananen und Hülsenfrüchte
Vitamin B7Trägt zur Erhaltung normaler Haut und Haare sowie zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.Eier, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte
Vitamin B9Folat unterstützt die Blutbildung, die Zellteilung und das Wachstum mütterlichen Gewebes während der Schwangerschaft.Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Orangen und Vollkornprodukte
Vitamin B12Ist wichtig für die Bildung roter Blutkörperchen, den Energiestoffwechsel und die normale Funktion des Nervensystems.Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte; angereicherte Lebensmittel und Supplemente bei veganer Ernährung
Vitamin CTrägt zur normalen Funktion des Immunsystems, zur Kollagenbildung, zur Eisenaufnahme und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.Beeren, Paprika, Brokkoli, Zitrusfrüchte und Kohl
Vitamin DUnterstützt die Erhaltung normaler Knochen und Zähne, die Aufnahme und Verwertung von Calcium sowie die normale Muskelfunktion und Immunfunktion.Bildung in der Haut durch Sonnenlicht, fetter Fisch, Eigelb und angereicherte Lebensmittel
Vitamin ETrägt zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.Pflanzenöle, Nüsse, Samen und Weizenkeime
Vitamin KUnterstützt die normale Blutgerinnung und die Erhaltung normaler Knochen.Grünes Blattgemüse, Kohl, Kräuter und bestimmte Pflanzenöle

Wasserlösliche und fettlösliche Vitamine

Wasserlösliche Vitamine sind Vitamin C und die B-Vitamine. Sie werden nur begrenzt gespeichert, weshalb eine regelmäßige Zufuhr wichtig ist. Überschüsse werden teilweise über die Nieren ausgeschieden. Das bedeutet jedoch nicht, dass hohe Dosen grundsätzlich unbedenklich sind.

Fettlösliche Vitamine sind A, D, E und K. Sie werden gemeinsam mit Nahrungsfett aufgenommen und im Körper gespeichert. Bei einer längerfristig hohen Supplementdosierung kann dadurch eher eine Überversorgung entstehen. Besonders Vitamin A und Vitamin D sollten nicht ohne guten Grund hoch dosiert eingenommen werden.

Was sind die wichtigsten Mikronährstoffe?

Die Frage nach den 8, 13 oder 15 wichtigsten Mikronährstoffen hat keine einheitliche Antwort. Vitamine sind eine Gruppe von Mikronährstoffen; zu den Mikronährstoffen zählen außerdem Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Jod und Selen. Der Körper benötigt alle essenziellen Nährstoffe in angemessenen Mengen, aber nicht jeder Mensch hat denselben Bedarf.

Wenn nach den 13 essenziellen Mikronährstoffen gefragt wird, sind häufig die 13 Vitamine gemeint. Eine Aufstellung mit 15 oder 8 Stoffen bezieht sich meist auf eine bestimmte Auswahl von Vitaminen und Mineralstoffen. Die Zahl allein sagt daher wenig darüber aus, was für eine einzelne Person relevant ist.

Vitaminquellen: Ernährung oder Supplement?

Eine vielseitige Ernährung mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und – je nach Ernährungsweise – Eiern, Milchprodukten, Fisch oder Fleisch liefert viele Vitamine. Auch Zubereitung und Lagerung spielen eine Rolle: Wasserlösliche Vitamine können beispielsweise teilweise durch langes Kochen verloren gehen.

Vitaminpräparate können sinnvoll sein, wenn der Bedarf über Lebensmittel schwer zu decken ist, eine Ernährungsweise bestimmte Quellen ausschließt oder eine medizinisch festgestellte Unterversorgung vorliegt. Beispiele sind Vitamin B12 bei veganer Ernährung sowie Folsäure in der Schwangerschaft nach fachlicher Empfehlung. Vitamin D kann je nach Jahreszeit, Sonnenexposition und individuellen Faktoren ein Thema sein; ob eine Einnahme erforderlich ist, lässt sich bei Bedarf durch eine fachliche Beratung und geeignete Blutwerte beurteilen.

Bei der Auswahl eines Supplements sind eine nachvollziehbare Zutatenliste, eine angemessene Dosierung, die Darreichungsform, Allergene und die Eignung für die eigene Ernährungsweise wichtige Kriterien. Ein Multivitamin ist nicht automatisch besser als ein gezielt ausgewähltes Einzelpräparat. Für Vitamin C, Vitamin D und Vitamin K finden Sie bei Topvitamine.com passende Informations- und Kategorieseiten: Vitamin-C-Präparate, Vitamin-D-Präparate und Vitamin-K-Präparate.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für eine Unterversorgung?

Ein erhöhtes Risiko kann unter anderem bei sehr einseitiger oder stark eingeschränkter Ernährung, veganer Ernährung, Schwangerschaft und Stillzeit, höherem Alter oder bestimmten Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts bestehen. Auch Arzneimittel, die Aufnahme oder Stoffwechsel von Nährstoffen beeinflussen, können relevant sein.

Typische Beschwerden wie Müdigkeit, Konzentrationsprobleme, Haarausfall oder Muskelbeschwerden sind unspezifisch und beweisen keinen Vitaminmangel. Bei anhaltenden oder stärkeren Beschwerden sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden. Je nach Situation können Anamnese, Ernährungseinschätzung und Blutuntersuchungen sinnvoll sein. Eine eigenständige Hochdosistherapie kann die Diagnose verzögern oder unerwünschte Wirkungen verursachen.

Sicherheit bei Vitaminpräparaten

  • Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung und kombinieren Sie nicht unbedacht mehrere Produkte mit denselben Vitaminen.
  • Fettlösliche Vitamine können gespeichert werden; eine höhere Dosis ist nicht automatisch wirksamer.
  • Vitamin K kann für Menschen relevant sein, die bestimmte gerinnungshemmende Arzneimittel einnehmen.
  • Bei Schwangerschaft, Stillzeit, Kindern, chronischen Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die Auswahl mit einer medizinischen Fachperson besprochen werden.
  • Bei Verdacht auf einen Mangel ist eine fachliche Abklärung sinnvoll, statt Beschwerden allein mit Nahrungsergänzung zu behandeln.

Häufige Fragen zu Vitaminen und Mikronährstoffen

Was sind die 13 essenziellen Mikronährstoffe?

In vielen Übersichten sind damit die 13 Vitamine gemeint: A, C, D, E, K sowie B1, B2, B3, B5, B6, B7, B9 und B12. Mikronährstoffe umfassen jedoch zusätzlich Mineralstoffe und Spurenelemente.

Was sind die 15 essenziellen Mikronährstoffe?

Es gibt keine allgemein verbindliche Liste mit genau 15 essenziellen Mikronährstoffen. Solche Listen wählen meist 15 besonders bekannte Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente aus. Welche Nährstoffe wichtig sind, hängt nicht von einer festen Zahl, sondern von der angemessenen Versorgung des Körpers ab.

Was sind die 8 wichtigsten Mikronährstoffe?

Auch die Zahl acht ist keine allgemeingültige wissenschaftliche Einteilung. Je nach Quelle können damit beispielsweise ausgewählte Vitamine oder Mineralstoffe gemeint sein. Eine ausgewogene Ernährung berücksichtigt möglichst viele Nährstoffgruppen, statt sich auf acht Stoffe zu beschränken.

Kann man alle Vitamine gleichzeitig einnehmen?

Ein Kombinationspräparat kann mehrere Vitamine enthalten, doch die Kombination ist nicht für jede Person notwendig. Achten Sie auf Überschneidungen mit anderen Produkten und holen Sie bei Medikamenten, Erkrankungen oder einer geplanten hohen Dosierung fachlichen Rat ein.

Woran erkennt man einen Vitaminmangel?

Viele mögliche Anzeichen sind unspezifisch und können auch andere Ursachen haben. Ein Vitaminmangel sollte deshalb nicht anhand einzelner Symptome diagnostiziert werden. Bei begründetem Verdacht kann eine medizinische Fachperson die Ernährung, Krankengeschichte und gegebenenfalls Laborwerte beurteilen.

Fazit

Vitamine erfüllen unterschiedliche Aufgaben und arbeiten im Zusammenspiel mit Mineralstoffen und anderen Nährstoffen. Die beste Grundlage ist eine abwechslungsreiche Ernährung. Vitaminpräparate können in bestimmten Situationen eine sinnvolle Ergänzung sein, sollten aber passend zum individuellen Bedarf und nicht nach dem Prinzip mehr ist besser ausgewählt werden.

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