Mikronährstoffe: Ihr täglicher Bedarf an Vitaminen & Mineralstoffen

Aktualisiert: October 17, 2026Topvitamine
Mikronährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente braucht der Körper jeden Tag in kleinen, aber lebenswichtigen Mengen. Dieser Artikel zeigt Ihren täglichen Mikronährstoffbedarf in einer übersichtlichen Nährstofftabelle, erklärt die 13 essenziellen Vitamine und die wichtigsten Mineralstoffe, nennt gute Lebensmittelquellen und beantwortet häufige Fragen – inklusive Hinweisen, wann und wie Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll eingesetzt werden können.
What are the 10 micronutrients? - Topvitamine

Mikronährstoffe – also Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente – braucht der Körper täglich in kleinen, aber lebenswichtigen Mengen. Insgesamt gelten 13 Vitamine sowie rund 16 bis 17 Mineralstoffe und Spurenelemente als essenziell. Dieser Artikel zeigt in einer übersichtlichen Nährstofftabelle, wie hoch Ihr täglicher Mikronährstoffbedarf ist, erklärt die wichtigsten Funktionen und Lebensmittelquellen und beantwortet die häufigsten Fragen zum Thema.

Was sind Mikronährstoffe?

Mikronährstoffe sind Nährstoffe, die der Körper nur in kleinen Mengen benötigt. Anders als Makronährstoffe wie Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett liefern sie keine Energie, sind aber an nahezu allen Körperfunktionen beteiligt: am Energiestoffwechsel, an der Bildung von Knochen und Zellen sowie an der Funktion von Nerven, Immunsystem und Blutbildung. Essenzielle Vitamine und Mineralstoffe kann der Körper nicht selbst in ausreichender Menge herstellen und muss sie regelmäßig über die Nahrung aufnehmen. Zu den Mikronährstoffen zählen:

  • Vitamine: die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K sowie die wasserlöslichen Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7 (Biotin), B9 (Folsäure), B12 und C.
  • Mineralstoffe: Hauptelemente wie Calcium, Magnesium, Kalium, Natrium, Phosphor, Chlorid und Schwefel.
  • Spurenelemente: zum Beispiel Eisen, Zink, Jod, Selen, Kupfer, Mangan, Fluorid, Chrom und Molybdän.

Essentielle Fettsäuren wie Omega-3 werden umgangssprachlich manchmal zu den Mikronährstoffen gezählt; streng genommen bilden sie aber eine eigene Gruppe lebenswichtiger Nährstoffe.

Wie viel von jedem Mikronährstoff brauchen Sie täglich?

Wie viel Sie von jedem Nährstoff benötigen, hängt von Alter, Geschlecht und Lebenssituation ab. Für Vitamine und Mineralstoffe dienen als Orientierung die Referenzwerte – im deutschsprachigen Raum die D-A-CH-Referenzwerte, international bekannt als Recommended Daily Allowance (RDA) bzw. Adequate Intake (AI). Die folgende Nährstofftabelle zeigt gerundete Richtwerte für gesunde Erwachsene. Sie ersetzen keine individuelle Beratung: Schwangere, Stillende, ältere Menschen, Kinder und Menschen mit besonderen Ernährungsformen können abweichende Mengen benötigen.

Die 13 essenziellen Vitamine

VitaminBedarf Frauen / Männer (ca., pro Tag)HauptfunktionenTypische Quellen
Vitamin A0,8 mg / 1,0 mgSehen, Haut, ImmunsystemLeber, Karotten, Süßkartoffeln, Eier
Vitamin D20 µg (bei fehlender Eigenbildung)Knochen, Calciumaufnahme, ImmunfunktionSonnenlicht (Eigenbildung), fetter Fisch, Eier
Vitamin E12 mg / 15 mgZellschutz (Antioxidans)Pflanzenöle, Nüsse, Samen
Vitamin K60 µg / 70 µgBlutgerinnung, KnochenstoffwechselGrünes Gemüse, Sauerkraut
Vitamin C95 mg / 110 mgImmunsystem, Kollagen, EisenaufnahmeZitrusfrüchte, Paprika, Beeren, Kohl
Vitamin B1 (Thiamin)1,0 mg / 1,2 mgEnergiestoffwechsel, NervenfunktionVollkorn, Hülsenfrüchte, Sonnenblumenkerne
Vitamin B2 (Riboflavin)1,1 mg / 1,4 mgEnergiestoffwechsel, HautMilchprodukte, Eier, Vollkorn
Vitamin B3 (Niacin)11 mg / 14 mg NEEnergiestoffwechsel, NervensystemFleisch, Fisch, Erdnüsse
Vitamin B5 (Pantothensäure)6 mgEnergiestoffwechsel, Hormon- und FettstoffwechselWeit verbreitet, z. B. Fleisch, Vollkorn, Eier
Vitamin B61,4 mg / 1,6 mgEiweißstoffwechsel, Blutbildung, NervenFleisch, Fisch, Bananen, Kartoffeln
Vitamin B7 (Biotin)45 µgFett- und Energiestoffwechsel, Haare, HautEier, Hafer, Nüsse, Soja
Vitamin B9 (Folsäure)300 µgZellteilung, BlutbildungGrünes Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkorn
Vitamin B124 µgBlutbildung, NervensystemFleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte

Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) kann der Körper speichern, wasserlösliche B-Vitamine und Vitamin C meist nicht – sie sollten daher regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden. Vitamin D bildet eine Sonderrolle, da der Körper es mit Hilfe von Sonnenlicht selbst bilden kann; der Referenzwert gilt für Zeiten, in denen die Eigenbildung nicht ausreicht.

Die essenziellen Mineralstoffe und Spurenelemente

Je nach Klassifizierung gelten etwa 15 bis 17 Mineralstoffe als essenziell; die Zahl 17 ergibt sich häufig, wenn Cobalt als Bestandteil von Vitamin B12 mitgezählt wird.

MineralstoffBedarf Frauen / Männer (ca., pro Tag)HauptfunktionenTypische Quellen
Calcium1.000 mgKnochen, Zähne, MuskelfunktionMilchprodukte, grünes Gemüse, Mineralwasser
Phosphor700 mgKnochen, EnergiestoffwechselFleisch, Milchprodukte, Getreide
Magnesium300 mg / 350 mgMuskel- und Nervenfunktion, EnergiestoffwechselNüsse, Vollkorn, Hülsenfrüchte
Kalium4.000 mgFlüssigkeitsbalance, Nerven, BlutdruckObst, Gemüse, Kartoffeln
Natriummind. 550 mg (die meisten Menschen nehmen deutlich mehr auf)Flüssigkeitshaushalt, NervenSpeisesalz, verarbeitete Lebensmittel
Chloridmind. 830 mgFlüssigkeits- und SäurehaushaltSpeisesalz
Schwefelkein fester ReferenzwertBestandteil von Aminosäuren und ProteinenEiweißreiche Lebensmittel
Eisen15 mg / 10 mgSauerstofftransport, BlutbildungFleisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn
Zink7–10 mg / 11–16 mgImmunsystem, Wundheilung, HautFleisch, Käse, Kürbiskerne, Hülsenfrüchte
Jod200 µgSchilddrüsenhormoneSeefisch, Milchprodukte, jodiertes Salz
Selen60 µg / 70 µgZellschutz, Schilddrüse, ImmunsystemFisch, Eier, Paranüsse
Kupfer1,0–1,5 mgEisenstoffwechsel, BindegewebeNüsse, Vollkorn, Hülsenfrüchte
Mangan2–5 mgKnochenbildung, StoffwechselVollkorn, Nüsse, Tee
Fluorid3 mg / 4 mgZahnschmelz, KnochenTrinkwasser, Tee, fluoridiertes Salz
Chrom30–100 µgStoffwechsel der NährstoffeFleisch, Vollkorn, Gewürze
Molybdän50–100 µgEnzymreaktionen im StoffwechselHülsenfrüchte, Getreide

Hinweis: Alle Angaben sind gerundete Richtwerte für gesunde Erwachsene nach D-A-CH-Referenzwerten. Der Eisenbedarf ist bei Frauen vor der Menopause höher als danach. Für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und ältere Menschen gelten abweichende Werte; aktuelle Tabellen der Fachgesellschaften oder ein offizieller DRI-Rechner liefern die genauen Mengen.

Lebensmittel zuerst: So decken Sie Ihren Bedarf im Alltag

Eine vielfältige, überwiegend frisch zubereitete Ernährung deckt den täglichen Mikronährstoffbedarf bei den meisten Menschen weitgehend ab. Bewährt haben sich diese Grundsätze:

  • Farbenfroh essen: mehrmals täglich Gemüse und Obst liefern Vitamin C, Folsäure, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe.
  • Vollkorn statt Weißmehl: Vollkornprodukte enthalten B-Vitamine, Magnesium, Eisen und Zink.
  • Eiweißquellen abwechseln: Fisch, Eier, Milchprodukte und Hülsenfrüchte versorgen den Körper mit Vitamin B12, Jod, Selen und Zink.
  • Gute Fette wählen: Pflanzenöle, Nüsse und Samen liefern Vitamin E und essentielle Fettsäuren.
  • Jod im Blick behalten: Seefisch und jodiertes Speisesalz unterstützen die Jodversorgung.

Bei einer rein pflanzlichen Ernährung ist besonders Vitamin B12 relevant, da es fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Hier ist eine ärztliche oder ernährungsfachliche Beratung sinnvoll, um die Versorgung zuverlässig sicherzustellen.

Wann können Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein?

Müdigkeit, brüchige Nägel oder Konzentrationsschwierigkeiten können viele Ursachen haben und allein keine Aussage über einen Mangel erlauben. Wer einen Nährstoffmangel vermutet, sollte dies ärztlich abklären lassen – zum Beispiel per Blutuntersuchung – bevor hohe Dosen eingenommen werden. Eine gezielte Einnahme wird häufig in bestimmten Situationen geprüft, etwa bei nachgewiesenem Mangel, sehr einseitiger Ernährung, in Schwangerschaft und Stillzeit, im höheren Alter oder bei speziellen Ernährungsformen. Bei der Auswahl lohnt ein Blick auf eine Dosis im Bereich der Referenzwerte, auf die Nährstoffformen sowie auf mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten. Bei festgestelltem Mangel können qualitativ hochwertige Produkte von vertrauenswürdigen Anbietern wie TopVitamine eine ergänzende Option sein. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und keine medizinische Behandlung; bei hohen Dosen, Medikamenteneinnahme oder bestehenden Erkrankungen sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden.

Häufige Fragen zu Mikronährstoffen

Was ist die 3-3-3-Regel in der Ernährung?

Die 3-3-3-Regel ist keine offizielle wissenschaftliche Empfehlung, sondern eine einfache Eselsbrücke. Meist wird darunter verstanden, jede Mahlzeit aus drei Komponenten aufzubauen – etwa einer Eiweißquelle, einer ballaststoffreichen Beilage und Gemüse bzw. Obst – oder Mahlzeiten in regelmäßigen Abständen von rund drei Stunden einzunehmen. Solche Muster können helfen, die Nährstoffvielfalt zu erhöhen; entscheidend für eine ausreichende Versorgung bleiben aber die Gesamternährung und die Referenzwerte.

Welche 17 Mineralstoffe braucht der Körper täglich?

Häufig genannt werden sieben Hauptmineralstoffe (Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid, Schwefel) sowie neun bis zehn Spurenelemente (Eisen, Zink, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, Fluorid, Chrom, Molybdän und teilweise Cobalt als Bestandteil von Vitamin B12). Auf diese Weise kommt man auf etwa 16 bis 17 essenzielle Mineralstoffe; die genaue Zahl hängt von der Klassifizierung ab.

Was sind die 13 essenziellen Mikronährstoffe?

Mit „13 essenziellen Mikronährstoffen“ sind in der Regel die 13 essenziellen Vitamine gemeint: A, C, D, E, K sowie die acht B-Vitamine B1, B2, B3, B5, B6, B7 (Biotin), B9 (Folsäure) und B12. Alle 13 müssen regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden, da der Körper sie nicht oder nicht in ausreichender Menge selbst bilden kann.

Was sind die 7 Mikronährstoffe?

Eine offizielle Liste der „7 Mikronährstoffe“ gibt es nicht. Gemeint sind entweder die sieben Hauptmineralstoffe (Calcium, Phosphor, Magnesium, Natrium, Kalium, Chlorid und Schwefel) oder die Nährstoffe, die in der Öffentlichkeit besonders oft diskutiert werden, weil ihre Versorgung in bestimmten Gruppen kritisch sein kann – etwa Vitamin D, Eisen, Jod, Folsäure, Vitamin B12, Magnesium und Zink.

Fazit

Mikronährstoffe sind in kleinen Mengen lebenswichtig: Der Körper benötigt täglich 13 Vitamine und rund 16 bis 17 Mineralstoffe und Spurenelemente. Eine bunte, vielfältige und überwiegend pflanzliche Ernährung deckt den täglichen Mikronährstoffbedarf bei den meisten Menschen ab. Gezielte Nahrungsergänzungsmittel kommen bei besonderen Lebenssituationen oder nachgewiesenen Mängeln in Betracht – idealerweise nach ärztlicher Abklärung und mit Blick auf die jeweiligen Referenzwerte.

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