Wie viel Eisen sollte eine Frau nach den Wechseljahren einnehmen? (2026)

Aktualisiert: September 10, 2026Topvitamine
Frauen in den Wechseljahren und nach der Menopause benötigen etwa 8 mg Eisen pro Tag, gegenüber 18 mg vor dem Ende der Perioden, da der monatliche Blutverlust wegfällt. Erwachsene sollten unter der täglichen Obergrenze von 45 mg bleiben, sofern kein Arzt bei einer bestätigten Eisenmangelanämie mehr verschreibt. Ein niedriger Eisenspiegel nach der Menopause kann auf einen verborgenen Blutverlust oder ein Aufnahmeproblem hinweisen, daher sollte jede Supplementierungsentscheidung auf Ferritin- und Eisenuntersuchungen gestützt werden. Die meisten Frauen können ihren Bedarf über eisenreiche Lebensmittel decken; Präparate bleiben nachgewiesenen Mängeln vorbehalten.
How Much Iron Should a Menopausal Woman Take? (2026) - Topvitamine

Eisen ist ein lebenswichtiges Spurenelement, doch der Bedarf einer Frau verändert sich deutlich mit den Wechseljahren. Viele Frauen fragen sich, ob sie nach den Wechseljahren noch Eisenpräparate einnehmen sollten und in welcher Menge. Dieser Artikel erklärt, wie sich der tägliche Eisenbedarf nach dem Ende der Menstruation verändert, warum die Obergrenze von 45 mg relevant ist, welche Laborwerte vor einer Einnahme sinnvoll sind und wie sich Eisenmangel-Symptome von typischer Müdigkeit in den Wechseljahren unterscheiden lassen. Sie erfahren zudem, wie Sie Ihren Bedarf über die Ernährung decken können und warum ärztliche Abklärung vor jeder Supplementierung der wichtigste Schritt ist.

Wie viel Eisen sollte eine Frau nach den Wechseljahren täglich zu sich nehmen?

Für gesunde Frauen nach den Wechseljahren gilt in den USA eine empfohlene Tageszufuhr von 8 mg Eisen. In deutschsprachigen und europäischen Referenzwerken werden etwa 10 mg genannt. Diese Zahlen unterscheiden sich nicht grundsätzlich, sondern beruhen auf unterschiedlichen Berechnungsmethoden; beide liegen deutlich unter den 18 mg, die für menstruierende Frauen empfohlen werden.

Die hohe Zufuhrempfehlung vor der Menopause erklärt sich durch den monatlichen Blutverlust. Bleibt dieser aus, sinkt der Verlust an Eisen erheblich, und der Körper kommt mit deutlich weniger Zufuhr aus. Eine dauerhafte Einnahme hoher Dosen ohne nachgewiesenen Mangel kann hingegen zur Eisenüberladung beitragen.

Für die praktische Einordnung gilt: Die empfohlene Menge bezieht sich auf die Gesamtaufnahme aus Nahrung und Nahrungsergänzungsmitteln. Eine Frau, die sich ausgewogen ernährt, erreicht 8 bis 10 mg täglich meist ohne Präparat.

Warum der Eisenbedarf nach den Wechseljahren sinkt

Eisen verlässt den Körper vor allem über Blutverluste. Bei menstruierenden Frauen ist die Periode der größte Verlustfaktor, weshalb ihre Zufuhr­empfehlung mehr als doppelt so hoch ist wie die von Männern. Sobald die Menstruation dauerhaft endet, entfällt dieser Verlust nahezu vollständig.

Zudem steigt mit dem Alter das Risiko einer Eisenüberladung eher als das eines Mangels, da der Körper über keine aktive Ausscheidungsroute für Eisen verfügt. Überschüssiges Eisen aus Präparaten kann sich im Gewebe ansammeln, insbesondere in Leber und Herz, wenn es über Jahre hinweg unkontrolliert aufgenommen wird.

Perimenopause vs. Postmenopause: Welcher Richtwert gilt für Sie?

Die Wechseljahre erstrecken sich über mehrere Jahre und lassen sich in zwei Phasen unterteilen. In der Perimenopause ist die Menstruation noch nicht dauerhaft beendet, kann aber unregelmäßig und teilweise verstärkt sein. In dieser Phase gilt weiterhin der höhere Richtwert von etwa 14 bis 18 mg, solange Blutungen auftreten – bei starker Menstruation sogar mehr.

Erst nach der letzten Menstruation, die in der Regel um das 50. bis 52. Lebensjahr liegt, und nach zwölf Monaten ohne Blutung spricht man von der Postmenopause. Dann sinkt der Richtwert auf 8 mg (US-Referenz) bzw. etwa 10 mg (deutschsprachige Referenz). Für Frauen über 60 gelten keine gesonderten höheren Werte, sofern keine Blutverluste oder Erkrankungen vorliegen.

Die Obergrenze von 45 mg: Wann Eisen zu viel wird

Die tolerierbare Obergrenze der täglichen Zufuhr für Erwachsene liegt bei 45 mg elementarem Eisen. Oberhalb dieser Menge steigt das Risiko von Magen-Darm-Beschwerden, und bei langfristiger Einnahme kann sich das Gewebeeisen so weit erhöhen, dass Organe wie Leber und Herz belastet werden.

Eine Dosis von 45 mg oder mehr sollte deshalb nur nach Blutbild und auf ärztliche Empfehlung eingenommen werden, etwa zur Behandlung eines diagnostizierten Eisenmangels. Auch 50 mg täglich sind für die allgemeine Eigenversorgung zu hoch; solche Dosen sind Behandlungsdosen, die ein Arzt individuell festlegt und überwacht.

Vorsicht ist zudem bei Multivitaminpräparaten mit Eisen geboten: Wer neben einem solchen Präparat noch ein Eisensupplement einnimmt, kann die Obergrenze unbemerkt überschreiten. Ein Blick auf die Nährwertangaben lohnt sich immer.

Anzeichen für niedrigen Eisenspiegel während und nach den Wechseljahren

Ein niedriger Eisenspiegel kann sich durch vielfältige, unspezifische Beschwerden äußern. Häufig beobachtet werden:

  • anhaltende Erschöpfung und Leistungsminderung
  • blassere Haut und sichtbar blasse Schleimhäute
  • Atemnot bei leichter körperlicher Belastung
  • Schwindel, Kopfschmerzen oder Konzentrationsprobleme
  • Kältegefühl in Händen und Füßen
  • Herzstolpern oder Herzrasen, rastlose Beine nachts, brüchige Nägel

Keines dieser Symptome beweist einen Eisenmangel. Müdigkeit in den Wechseljahren hat häufig hormonelle, psychische oder schlafbezogene Ursachen. Nur ein Blutbild kann Klarheit bringen.

Wie sich Eisenmangel-Fatigue von typischer Müdigkeit in den Wechseljahren unterscheidet

Die Müdigkeit der Wechseljahre ist oft mit Hitzewallungen, Nachtschweiß und Schlafstörungen verbunden und schwankt im Tagesverlauf. Eine durch Eisenmangel bedingte Erschöpfung zeigt sich dagegen häufig als Belastungsintoleranz: Bereits Treppensteigen oder kurze Spaziergänge führen zu Atemnot oder Herzklopfen.

Zusätzlich können rastlose Beine in Ruhephasen, auffälliges Haarausfallen und Blässe auftreten. Diese Unterscheidung ist nur eine Orientierung und ersetzt keine Diagnostik. Wer solche Beschwerden neu oder verstärkt bemerkt, sollte Ferritin, Hämoglobin und Eisenwerte ärztlich prüfen lassen, bevor Präparate eingenommen werden.

Mögliche Ursachen für niedrigen Eisenspiegel nach den Wechseljahren – und warum sie ein Warnsignal sind

Nach dem Ende der Menstruation ist ein Eisenmangel nie „normal“ und sollte immer abgeklärt werden. Häufigste Ursache sind okkulte (versteckte) Blutungen im Verdauungstrakt, etwa durch Geschwüre, Darmpolypen oder andere Darmerkrankungen. Gerade bei Frauen über 50 verlangen wiederholte niedrige Werte deshalb eine gezielte ärztliche Suche nach der Quelle.

Weitere mögliche Ursachen sind Aufnahmestörungen wie Zöliakie, die langfristige Einnahme von Schmerzmitteln (NSAR) oder Säureblockern sowie eine eisenarme Ernährungsweise. Auch chronisch-entzündliche Erkrankungen können Laborwerte verändern. Eine Supplementierung, die die Ursache überdeckt, verzögert in solchen Fällen eine notwendige Diagnose.

Erst testen, dann ergänzen: Ferritin, Eisenwerte und Laborwerte verstehen

Bevor Sie ein Eisensupplement einnehmen, sollten Blutwerte Klarheit schaffen. Ferritin spiegelt die Eisenspeicher wider, Hämoglobin zeigt, ob bereits eine Anämie vorliegt. Erst die Kombination beider Parameter erlaubt eine fundierte Einschätzung.

Normwerte für Ferritin und Hämoglobin bei postmenopausalen Frauen

Ferritin liegt bei postmenopausalen Frauen je nach Labor grob zwischen etwa 15 und 200 ng/ml; niedrige Werte deuten auf leere Speicher hin, sehr hohe auf Entzündungen, Lebererkrankungen oder eine Hämochromatose. Für Hämoglobin gilt häufig ein unterer Grenzwert um 12 g/dl, wobei die Referenzbereiche je nach Labor variieren. Fragen Sie immer nach den spezifischen Grenzwerten Ihres Laborberichts.

Was ein erweiterter Eisenstatus umfasst: Serum-Eisen und Transferrinsättigung

Neben Ferritin und Hämoglobin gehören Serum-Eisen und die Transferrinsättigung zu einem vollständigen Eisenstatus. Die Transferrinsättigung zeigt, wie viel des Transportproteins mit Eisen beladen ist, und hilft, Mangel und Überladung voneinander abzugrenzen. Bei auffälligen Werten kann auch das CRP hilfreich sein, da Entzündungen Ferritin unabhängig vom Eisenstatus erhöhen.

Warum ärztliche Abklärung wichtiger ist als Selbstsupplementation

Eisenpräparate sind rezeptfrei erhältlich, doch die Entscheidung für oder gegen sie sollte ärztlich getroffen werden. Nur eine Ärztin oder ein Arzt kann die Ursache eines Mangels klären, die richtige Dosis und Dauer festlegen und den Verlauf kontrollieren. Dies gilt umso mehr, wenn Beschwerden anhalten oder sich verschlimmern.

Sollte man nach den Wechseljahren ein Eisensupplement einnehmen?

Für die Mehrzahl der gesunden postmenopausalen Frauen ist eine routinemäßige Einnahme nicht empfohlen. Der Bedarf liegt bei 8 bis 10 mg und ist über die Ernährung gut deckbar, während überschüssiges Eisen sich ohne aktive Ausscheidung ansammeln kann.

Wann ärztlich empfohlene Einnahme sinnvoll sein kann

Sinnvoll ist eine Einnahme, wenn Bluttests einen bestätigten Mangel zeigen oder eine Ärztin eine Behandlung bei diagnostizierter Anämie verordnet. Auch bei nachgewiesenen Aufnahmestörungen oder nach Blutverlusten kann eine gezielte, überwachte Gabe gerechtfertigt sein.

Vorsicht bei Multivitaminpräparaten mit Eisen

Viele Multivitamine für Frauen enthalten 10 bis 20 mg Eisen – ein Wert, der für postmenopausale Frauen oft unnötig hoch ist. Wer Wert auf eine vollständige Nährstoffversorgung legt, findet in unserem Multivitamin-Ratgeber Hinweise, worauf bei der Zusammensetzung zu achten ist. Prüfen Sie die Etiketten aller Präparate, die Sie parallel einnehmen.

Hämochromatose und andere Gründe gegen unbegründete Einnahme

Bei der Hämochromatose, einer erblichen Störung des Eisenstoffwechsels, speichert der Körper übermäßige Eisenmengen. Eine unbegründete Supplementierung verschlimmert das Risiko von Leber-, Herz- und Gelenkschäden erheblich. Auch bei unerklärt hohem Ferritin, Lebererkrankungen oder wiederholten Bluttransfusionen ist Eisen kontraindiziert, solange keine ärztliche Freigabe vorliegt.

Eisenbedarf über die Ernährung decken: Häm- und Nicht-Häm-Eisen richtig kombinieren

Für die meisten postmenopausalen Frauen lässt sich der Tagesbedarf von 8 bis 10 mg allein über die Ernährung erreichen. Entscheidend ist nicht nur die Menge, sondern auch die Bioverfügbarkeit der verwendeten Eisenquellen.

Häm- vs. Nicht-Häm-Eisen: Unterschiede bei der Aufnahme

Häm-Eisen aus Fleisch, Geflügel und Fisch wird mit einer Aufnahmequote von etwa 15 bis 35 Prozent deutlich besser verwertet als Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen wie Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und angereicherten Frühstücksflocken, deren Aufnahme oft unter 10 Prozent liegt. Die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen lässt sich durch Kombination mit Vitamin-C-reichen Lebensmitteln deutlich steigern.

Vitamin C und Aufnahmehemmer wie Kaffee, Tee und Kalzium

Vitamin C aus Paprika, Zitrusfrüchten oder Beeren wandelt pflanzliches Eisen in eine leichter aufnehmbare Form um. Umgekehrt hemmen Kaffee, Schwarztee, Rotwein und Kalziumpräparate die Eisenaufnahme; Sie sollten daher mindestens zwei Stunden Abstand zu eisenreichen Mahlzeiten halten. Wer Kalzium oder Vitamin D ergänzt, findet in unserem Vitamin-D-Ratgeber praktische Hinweise zu sinnvollen Einnahmezeitpunkten.

Ein Beispieltag mit Mahlzeiten, der den Tagesbedarf erreicht

Für eine Orientierung, wie ein eisenreicher Tag aussehen kann:

  • Frühstück: Haferflocken mit angereicherten Getreideflocken, Beeren und ein Glas Orangensaft (Vitamin C fördert die Aufnahme)
  • Mittagessen: Linseneintopf mit Paprika und Zitrone
  • Snack: Eine Handvoll Kürbiskerne und Mandeln
  • Abendessen: Vollkornbrot mit Hummus, Rucola und geröstetem Gemüse

Insgesamt ergibt dies etwa 8 bis 12 mg Eisen, abhängig von den genauen Portionen. Kaffee oder Tee würden Sie am besten erst zwei Stunden nach den Mahlzeiten trinken.

Wenn ein Präparat nötig ist: Formen, elementares Eisen und sichere Anwendung

Eisensulfat, Eisengluconat und Eisenbisglycinat im Vergleich

Der häufigste und günstigste Wirkstoff ist Eisensulfat mit rund 20 Prozent elementarem Eisen. Eisengluconat enthält etwa 12 Prozent, Eisenbisglycinat etwa 20 Prozent und gilt als magenfreundlicher, wobei die Studienlage zu Unterschieden in Verträglichkeit und Wirksamkeit begrenzt ist. Die Wahl der Form sollten Sie ärztlich besprechen, insbesondere bei empfindlichem Magen.

Elementares Eisen berechnen: Was das Etikett wirklich angibt

Entscheidend für die Dosis ist der Gehalt an elementarem Eisen, nicht das Gesamtgewicht der Verbindung. Eine Tablette mit 325 mg Eisensulfat enthält beispielsweise nur etwa 65 mg elementares Eisen. Achten Sie daher auf die Angabe „elementares Eisen“ auf dem Etikett, um die Obergrenze von 45 mg korrekt einzuordnen.

Nebenwirkungen lindern und Einnahme an System: Alternierende Dosierung nach dem Hepcidin-Mechanismus

Typische Nebenwirkungen sind Übelkeit, Verstopfung und dunkler Stuhl. Studien deuten darauf hin, dass eine Einnahme an jedem zweiten Tag die Aufnahme sogar verbessern kann: Das Hormon Hepcidin, das die Eisenaufnahme im Darm reguliert, steigt nach einer hohen Dosis an und hemmt die Resorption am Folgetag. Ein Rhythmus jeden zweiten Tag kann dadurch tolerabler sein und vergleichbare Mengen aufnehmen lassen – die klinische Bedeutung wird weiter untersucht, und die Dosierung sollte ärztlich festgelegt werden.

Wechselwirkungen mit Kalzium, Schilddrüsenmedikamenten und Säureblockern

Eisen interferiert mit mehreren häufigen Medikamenten: Kalziumpräparate, Schilddrüsenhormone (etwa L-Thyroxin) und bestimmte Säureblocker sollten zeitlich versetzt eingenommen werden, meist mit mindestens zwei Stunden Abstand. Besprechen Sie alle Präparate, die Sie regelmäßig einnehmen, mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Besondere Situationen, die Ihren Eisenbedarf verändern

Höherer Bedarf für Vegetarierinnen und Veganerinnen (etwa 1,8-fach)

Vegetarisch und vegan lebende Menschen nehmen ausschließlich Nicht-Häm-Eisen auf, das schlechter resorbiert wird. Fachgesellschaften empfehlen für sie daher etwa das 1,8-Fache des üblichen Richtwerts, also rund 14 bis 18 mg täglich. Regelmäßige Blutkontrollen sind in dieser Gruppe besonders sinnvoll.

Verschriebene Behandlungsdosen bei diagnostizierter Anämie vs. Erhaltungsdosis

Zur Behandlung einer nachgewiesenen Eisenmangelanämie verordnen Ärztinnen häufig 60 bis 120 mg elementares Eisen täglich oder an alternierenden Tagen, bis sich Speicher und Blutbild erholt haben. Diese Dosen übersteigen die Obergrenze von 45 mg deutlich und sind ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle mit Verlaufskontrollen gerechtfertigt. Eine Selbstmedikation in diesem Bereich ist nicht sicher.

Fortbestehende Blutungen und Besonderheiten für Frauen über 60

Fortbestehende oder wiederkehrende Blutungen, etwa aus dem Verdauungstrakt oder nach gynäkologischen Eingriffen, erhöhen den Bedarf und verlangen eine Ursachensuche. Frauen über 60 sollten außerdem bedenken, dass chronische Erkrankungen und Medikamente den Eisenstoffwechsel beeinflussen können. Regelmäßige Blutbildkontrollen sind in dieser Lebensphase sinnvoller als eine prophylaktische Einnahme.

Häufig gestellte Fragen

Sind 45 mg Eisen am Tag zu viel für eine Frau?

45 mg ist die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene und gilt nicht als Standarddosis. Eine dauerhafte Einnahme oberhalb dieses Werts erhöht das Risiko einer Eisenüberladung und von Organbelastungen. Mengen in dieser Höhe sollten nur bei bestätigtem Mangel und unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.

Sind 50 mg Eisen täglich zu viel?

Ja, 50 mg liegen über der allgemeinen Obergrenze von 45 mg. Solche Dosen kommen als kurzfristige Behandlungsdosis bei diagnostizierter Eisenmangelanämie in Frage, jedoch nur auf ärztliche Verordnung hin. Für eine eigenständige Einnahme ohne nachgewiesenen Mangel sind sie nicht geeignet.

Welche 5 Anzeichen deuten auf niedrigen Eisenspiegel hin?

Typische Anzeichen sind anhaltende Erschöpfung, blasse Haut, Atemnot bei Belastung, Schwindel oder Kopfschmerzen sowie kalte Hände und Füße. Ergänzend können Herzstolpern, rastlose Beine und brüchige Nägel auftreten. Da diese Symptome unspezifisch sind, sollte ein Bluttest die Diagnose sichern.

Welche Anzeichen für niedriges Eisen gibt es in den Wechseljahren?

Möglich sind anhaltende Erschöpfung über die übliche Wechseljahresmüdigkeit hinaus, Atemnot bei Anstrengung, Herzklopfen, rastlose Beine nachts, vermehrter Haarausfall und Konzentrationsprobleme. Diese Beschwerden können auch andere Ursachen haben. Ein Ferritin- und Blutbildtest schafft hier Klarheit.

Sollte ich nach den Wechseljahren Eisen einnehmen?

Eine routinemäßige Einnahme wird nicht empfohlen, da der Bedarf auf 8 mg sinkt und überschüssiges Eisen sich im Körper ansammeln kann. Nehmen Sie Eisen nur ein, wenn Blutwerte einen Mangel bestätigen und eine Ärztin die Ursache geklärt hat. Die Ernährung deckt den Bedarf bei den meisten Frauen aus.

Was verursacht niedriges Eisen nach den Wechseljahren?

Häufige Ursachen sind versteckte Blutungen im Verdauungstrakt durch Geschwüre, Polypen oder Darmerkrankungen, Aufnahmestörungen wie Zöliakie sowie die Langzeit­einnahme von Schmerzmitteln oder Säureblockern. Auch eine eisenarme Ernährung kann beitragen. Nach der Menopause sollte jeder Eisenmangel ärztlich abgeklärt werden.

Kann ich genug Eisen allein über die Nahrung aufnehmen?

Ja, 8 mg täglich sind für die meisten Frauen über die Ernährung erreichbar. Kombinieren Sie eisenreiche pflanzliche Lebensmittel mit Vitamin-C-Quellen oder Häm-Eisen aus Fisch und Geflügel. Vermeiden Sie Kaffee, Tee und Kalzium in zeitlicher Nähe zu eisenreichen Mahlzeiten.

Welcher Ferritinwert ist für postmenopausale Frauen normal?

Je nach Labor liegt Ferritin grob zwischen etwa 15 und 200 ng/ml; die Referenzbereiche variieren. Niedrige Werte weisen auf leere Eisenspeicher hin, sehr hohe können auf Entzündungen, Lebererkrankungen oder eine Hämochromatose hindeuten und verdienen eine ärztliche Abklärung. Vergleichen Sie immer mit dem Grenzwert Ihres eigenen Laborberichts.

Wie viel Eisen sollte eine Frau mit Anämie täglich einnehmen?

Eine Behandlung unterscheidet sich grundlegend von der Erhaltungszufuhr: Ärztinnen verordnen bei diagnostizierter Anämie typischerweise 60 bis 120 mg elementares Eisen täglich oder an alternierenden Tagen. Diese Dosis wird individuell festgelegt und regelmäßig kontrolliert. Eine Selbstmedikation in diesem Bereich ist nicht sicher.

Wann sollte ich Eisenpillen einnehmen – und hilft das Auslassen von Tagen?

Eine morgendliche Einnahme auf relativ leeren Magen mit einer Vitamin-C-Quelle verbessert die Aufnahme. Eine Einnahme an jedem zweiten Tag kann laut Studien ähnlich wirksam und verträglicher sein, da der Hepcidin-Spiegel dann wieder sinkt. Halten Sie mindestens zwei Stunden Abstand zu Kalzium, Kaffee und Tee.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Nach den Wechseljahren sinkt der empfohlene Tagesbedarf auf etwa 8 mg (US-Referenz) bzw. rund 10 mg (europäische Referenz).
  • Die tolerierbare Obergrenze für Erwachsene beträgt 45 mg elementares Eisen pro Tag; höhere Dosen sind ärztlichen Behandlungsfällen vorbehalten.
  • In der Perimenopause mit fortbestehenden Blutungen gelten weiterhin die höheren Richtwerte für menstruierende Frauen.
  • Ferritin, Hämoglobin, Serum-Eisen und Transferrinsättigung bilden zusammen einen aussagekräftigen Eisenstatus.
  • Eisenmangel nach der Menopause ist ungewöhnlich und sollte ärztlich abgeklärt werden, da Blutungen im Verdauungstrakt eine mögliche Ursache sind.
  • Müdigkeit in den Wechseljahren hat häufig hormonelle oder schlafbezogene Ursachen und ist kein Beweis für einen Eisenmangel.
  • Vegetarisch und vegan lebende Frauen sollten etwa das 1,8-Fache des Richtwerts anstreben und regelmäßig Werte kontrollieren lassen.
  • Kalzium, Schilddrüsenmedikamente und Säureblocker sollten zeitlich versetzt zu Eisenpräparaten eingenommen werden.

Fazit: Erst testen, nicht raten

Für die meisten Frauen nach den Wechseljahren gilt: Der Eisenbedarf sinkt auf 8 bis 10 mg täglich und lässt sich über eine ausgewogene Ernährung decken. Eine unbegründete Einnahme hoher Dosen ist nicht harmlos, da der Körper überschüssiges Eisen kaum ausscheidet. Die Obergrenze von 45 mg sollte Sie nur im Rahmen einer ärztlich verordneten Behandlung überschreiten.

Da Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und andere Beschwerden in dieser Lebensphase viele Ursachen haben können, ist ein Bluttest vor jeder Supplementierung der entscheidende Schritt. Nahrungsergänzungsmittel mit Eisen können eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn ein Mangel nachgewiesen ist, ersetzen aber weder eine ausgewogene Ernährung noch eine ärztliche Betreuung. Lassen Sie Ihre individuellen Werte und Beschwerden von einer Fachperson einschätzen, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Relevante Begriffe

Eisen nach den Wechseljahren, Eisenbedarf Frau, Ferritinwert, Eisenmangelanämie, Hämoglobin, Transferrinsättigung, elementares Eisen, tolerierbare Obergrenze, Eisensulfat, Eisenbisglycinat, Häm-Eisen, Nicht-Häm-Eisen, Vitamin-C-Aufnahme, Perimenopause, postmenopausale Frauen, Eisenüberladung, Hämochromatose, Restless-Legs-Syndrom

More articles