Vitamin K1 vs K2: Unterschiede, Vorteile und welches ist besser?

Aktualisiert: August 02, 2026InnerBuddiesVitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung, die Knochengesundheit und die Herzgesundheit unerlässlich ist. Die beiden wichtigsten Nahrungsformen – K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinone) – unterscheiden sich jedoch in Aufnahme, Funktion und Nahrungsquellen. Dieser Leitfaden bietet einen klaren Vergleich, der Ihnen hilft zu verstehen, welche Form für Ihre Bedürfnisse geeignet ist und wie Sie Ihre Zufuhr optimieren können.
Vitamin K1 vs K2

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das in zwei Hauptformen vorkommt: Vitamin K1 (Phyllochinon) und Vitamin K2 (Menaquinon). Obwohl beide ähnliche Grundfunktionen erfüllen, unterscheiden sie sich in Herkunft, Aufnahme und Wirkung im Körper. Dieser Artikel erklärt die Unterschiede zwischen Vitamin K1 vs K2, ihre gesundheitlichen Vorteile für Knochen, Herz und Blutgerinnung, gibt einen Überblick über Nahrungsquellen und hilft Ihnen zu verstehen, welche Form für Ihre persönliche Gesundheit sinnvoll sein kann.

Was ist Vitamin K1 (Phyllochinon)?

Vitamin K1, auch als Phyllochinon bekannt, ist die in Pflanzen vorkommende Form von Vitamin K. Es spielt eine zentrale Rolle bei der Aktivierung von Gerinnungsfaktoren in der Leber und ist damit unverzichtbar für eine normale Blutgerinnung. Der Körper kann Vitamin K1 nur in begrenztem Umfang speichern, weshalb eine regelmässige Zufuhr über die Ernährung wichtig ist.

Chemische Struktur und Hauptfunktion

Phyllochinon besitzt eine Seitenkette mit vier Isopren-Einheiten, die es von den menachinonhaltigen K2-Formen unterscheidet. Seine Hauptaufgabe ist die Aktivierung sogenannter Gerinnungsfaktoren in der Leber, die für die Blutstillung nach Verletzungen benötigt werden. Ohne ausreichend Vitamin K1 kann die Blutgerinnung gestört sein, was sich durch verstärkte Blutungsneigung äussern kann.

Wichtigste Nahrungsquellen: Grünes Blattgemüse

Die reichhaltigsten Quellen für Vitamin K1 sind grüne Blattgemüse wie Grünkohl, Spinat, Mangold und Brokkoli. Auch Kohlarten, Feldsalat und frische Kräuter enthalten hohe Mengen. Da Vitamin K1 fettlöslich ist, wird die Aufnahme verbessert, wenn Sie diese Gemüse zusammen mit einer Fettquelle wie Olivenöl oder Nüssen verzehren.

Aufnahme und Speicherung im Körper

Vitamin K1 wird im Dünndarm unter Beteiligung von Gallensäuren aufgenommen und gelangt über die Lymphbahn in die Leber. Dort wird es grösstenteils zur Aktivierung von Gerinnungsfaktoren genutzt. Die Speicherkapazität des Körpers für K1 ist begrenzt, sodass ein konstanter Nachschub erforderlich ist. Im Blut ist K1 nur kurz nachweisbar, was seine schnelle Verstoffwechselung widerspiegelt.

Was ist Vitamin K2 (Menaquinon)?

Vitamin K2 fasst eine Gruppe von Verbindungen zusammen, die als Menaquinone bezeichnet werden. Sie unterscheiden sich in der Länge ihrer Seitenkette und kommen vor allem in tierischen und fermentierten Lebensmitteln vor. Vitamin K2 wird mit der Knochengesundheit und dem Schutz vor Arterienverkalkung in Verbindung gebracht und hat im Vergleich zu K1 eine längere Verweildauer im Körper.

Die verschiedenen Subtypen: MK-4, MK-7, MK-9 und andere

Die bekanntesten Subtypen sind MK-4 und MK-7. MK-4 kommt in tierischen Produkten wie Leber und Eigelb vor und hat eine kurze Halbwertszeit. MK-7 stammt hauptsächlich aus fermentierten Sojabohnen (Natto) und zeichnet sich durch eine besonders lange Halbwertszeit von etwa drei Tagen aus, was eine gleichmässigere Versorgung ermöglicht. MK-9 und andere längerkettige Formen kommen in geringeren Mengen in Käse und fermentierten Lebensmitteln vor.

Natürliche Quellen: Natto, Käse, Eigelb, fermentierte Lebensmittel

Die beste bekannte Quelle für Vitamin K2 ist Natto, ein fermentiertes Sojaprodukt aus Japan, das sehr hohe Mengen an MK-7 enthält. Auch gereifter Käse wie Gouda, Edamer und Emmentaler liefern nennenswerte Mengen an K2, ebenso Eigelb und Leber. Fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut oder eingelegtes Gemüse enthalten geringe Mengen, die jedoch zur Gesamtaufnahme beitragen können.

Produktion durch Darmbakterien – wie relevant ist sie?

Bestimmte Bakterien im menschlichen Dickdarm können Vitamin K2, vor allem MK-7 bis MK-11, produzieren. Allerdings ist unklar, wie viel dieser produzierten Menge tatsächlich vom Körper aufgenommen wird, da die Aufnahme hauptsächlich im Dünndarm stattfindet. Die bakterielle Synthese im Darm scheint somit einen geringeren Beitrag zur Vitamin-K-Versorgung zu leisten als die Nahrungsaufnahme oder Supplementierung.

Die wichtigsten Unterschiede zwischen Vitamin K1 und K2

Die Unterschiede zwischen Vitamin K1 vs K2 betreffen vor allem die Herkunft, die Aufnahme im Körper und die Verteilung in den Geweben. Während K1 primär in der Leber für die Blutgerinnung zuständig ist, gelangt K2 in höherem Masse in Knochen und Blutgefässe. Diese Verteilung hat direkte Auswirkungen auf die gesundheitlichen Funktionen beider Formen.

Ein direkter Vergleich zeigt die zentralen Eigenschaften: Vitamin K1 hat eine Halbwertszeit von etwa ein bis zwei Stunden, während MK-7 eine Halbwertszeit von bis zu 72 Stunden aufweist. K1 wird nach der Aufnahme schnell in der Leber verstoffwechselt, K2 dagegen verteilt sich stärker im gesamten Körper. Die Absorption von K2 aus Nahrungsergänzungsmitteln gilt als effizienter, insbesondere bei der langkettigen MK-7-Form.

  • Herkunft: K1 aus grünem Blattgemüse, K2 aus fermentierten und tierischen Lebensmitteln
  • Halbwertszeit: K1 etwa 1–2 Stunden, MK-7 etwa 72 Stunden
  • Verteilung: K1 bleibt vorwiegend in der Leber, K2 erreicht Knochen und Gefässe
  • Hauptfunktion: K1 für Blutgerinnung, K2 für Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit
  • Speicherung: K1 wird kaum gespeichert, K2 kann länger im Körper verbleiben

Diese Unterschiede sind für die Gesundheit relevant, weil sie bestimmen, welche Vitamin-K-Form für bestimmte Körperfunktionen am besten geeignet ist. Für die Blutgerinnung ist K1 unverzichtbar, während K2 bei der Unterstützung von Knochendichte und Gefässgesundheit eine grössere Rolle spielt. Eine ausgewogene Versorgung mit beiden Formen kann daher sinnvoll sein.

Gesundheitliche Vorteile: Blutgerinnung, Knochen und Herz-Kreislauf

Vitamin K1 und K2 entfalten ihre Wirkung über die Aktivierung von Proteinen, die an der Blutgerinnung, der Knochenmineralisierung und dem Schutz der Blutgefässe beteiligt sind. Die Forschung der letzten Jahre hat zunehmend die spezifischen Rollen der beiden Formen aufgeklärt.

Vitamin K1 und die Blutgerinnung: Aktivierung von Gerinnungsfaktoren

Vitamin K1 aktiviert in der Leber die Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X. Diese Faktoren sind notwendig, um Blutungen zu stoppen und die Wundheilung zu ermöglichen. Ein Mangel an Vitamin K1 kann zu einer verlängerten Blutungszeit führen und wird in der Klinik durch den sogenannten INR-Wert gemessen. Medikamente wie Warfarin wirken, indem sie die Funktion von Vitamin K in der Leber blockieren.

Vitamin K2 und die Knochengesundheit: Osteocalcin und Knochendichte

Vitamin K2 aktiviert Osteocalcin, ein Protein, das Calcium in die Knochen einbaut und so zur Erhaltung der Knochendichte beiträgt. Studien aus den Jahren 2019 bis 2024 deuten darauf hin, dass eine gute Versorgung mit K2, insbesondere MK-7, mit einer geringeren Rate an Knochenbrüchen bei älteren Menschen verbunden sein kann. Die Evidenz ist jedoch nicht ausreichend, um eine generelle supplementierung zu empfehlen.

Vitamin K2 und Herz-Kreislauf: Matrix-Gla-Protein gegen Arterienverkalkung

Matrix-Gla-Protein (MGP) ist ein starkes Hemmprotein der Arterienverkalkung, das durch Vitamin K2 aktiviert wird. Ohne ausreichend aktives MGP kann sich Calcium in den Gefässwänden ablagern, was das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Beobachtungsstudien legen nahe, dass eine höhere Zufuhr von Vitamin K2, nicht jedoch von K1, mit einem geringeren Risiko für Gefässverkalkung assoziiert ist. Kausale Zusammenhänge sind noch Gegenstand der Forschung.

Wissenschaftliche Studien und aktuelle Forschungsergebnisse (2019–2024)

Eine Metaanalyse aus dem Jahr 2022 zeigte, dass eine Supplementierung mit Vitamin K2 die Knochendichte bei postmenopausalen Frauen leicht verbessern kann. Eine randomisierte kontrollierte Studie von 2021 untersuchte die Wirkung von MK-7 auf die Arteriensteifigkeit und fand vielversprechende Ergebnisse, jedoch mit kleinen Effektstärken. Die Autoren betonen, dass weitere gross angelegte Studien nötig sind, um klare Empfehlungen auszusprechen. Die Forschung zu Vitamin K2 bleibt ein aktives Feld.

Vitamin K1 vs. K2 für bestimmte Personengruppen

Die Wahl zwischen Vitamin K1 und K2 hängt von individuellen Gesundheitszielen und Risikofaktoren ab. Unterschiedliche Personengruppen können von einer gezielten Zufuhr der einen oder anderen Form profitieren.

Menschen mit Osteoporose oder erhöhtem Knochenbruchrisiko

Für Personen mit Osteoporose oder einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche kann Vitamin K2, insbesondere MK-7, von besonderem Interesse sein. Die Aktivierung von Osteocalcin durch K2 unterstützt die Einlagerung von Calcium in die Knochen. Einige Studien deuten darauf hin, dass eine Kombination aus Vitamin D und K2 die Knochendichte günstig beeinflussen kann. Eine alleinige Supplementierung sollte jedoch mit einem Arzt besprochen werden.

Herz-Kreislauf-Patienten und Prävention von Arterienverkalkung

Menschen mit einem erhöhten Risiko für Arterienverkalkung könnten von einer guten Vitamin-K2-Versorgung profitieren, da K2 das Matrix-Gla-Protein aktiviert und so Calciumablagerungen in den Gefässen entgegenwirkt. Beobachtungsdaten zeigen eine inverse Beziehung zwischen der K2-Aufnahme und dem Risiko für koronare Herzkrankheit. Kontrollierte Interventionsstudien stehen jedoch noch aus, um einen direkten Nutzen zu belegen.

Personen unter Blutverdünnung (Warfarin, Marcumar) – Vorsichtsmassnahmen

Menschen, die blutverdünnende Medikamente wie Warfarin oder Marcumar einnehmen, müssen ihre Vitamin-K-Zufuhr konstant halten und dürfen Supplemente ohne ärztliche Absprache nicht einnehmen. Vitamin K1 und K2 können die Wirkung dieser Medikamente beeinflussen und den INR-Wert verändern. Eine abrupte Erhöhung der Vitamin-K-Zufuhr ist in diesem Fall riskant und sollte nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Gesunde Erwachsene: Reicht eine ausgewogene Ernährung?

Für gesunde Erwachsene ohne besondere Risikofaktoren kann eine ausgewogene Ernährung mit grünem Blattgemüse, gelegentlich Käse, Eiern und fermentierten Lebensmitteln in der Regel ausreichen, um den Bedarf an Vitamin K1 und K2 zu decken. Die empfohlene Zufuhr für Vitamin K liegt bei etwa 60–80 Mikrogramm pro Tag, die durch eine gemischte Kost gut erreichbar ist. Eine zusätzliche Supplementierung ist für diese Gruppe medizinisch nicht zwingend erforderlich.

Welches ist besser – Vitamin K1, K2 oder beide?

Die Frage, ob Vitamin K1 oder K2 besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten, da beide Formen unterschiedliche Aufgaben im Körper erfüllen. Vitamin K1 ist unverzichtbar für die Blutgerinnung, während K2 stärker in Knochen und Gefässen wirkt. Für die allgemeine Gesundheit ist eine ausreichende Zufuhr beider Formen ideal.

Eine gezielte Supplementierung mit K2 kann für Menschen sinnvoll sein, die ihre Knochengesundheit oder Herz-Kreislauf-Funktion unterstützen möchten. Da die Nahrungsquellen für K2 weniger verbreitet sind als die für K1, kann ein spezielles Präparat eine praktikable Ergänzung darstellen. Vitamin K1 und K2 können problemlos zusammen eingenommen werden, da sie sich in ihrer Wirkung ergänzen.

Nahrungsquellen: Wie viel Vitamin K1 und K2 steckt in alltäglichen Lebensmitteln?

Die Menge an Vitamin K1 und K2 in Lebensmitteln variiert stark. Während K1 in hohen Konzentrationen in grünem Gemüse vorkommt, findet sich K2 vor allem in fermentierten und tierischen Produkten. Die folgenden Angaben helfen bei der Einordnung der täglichen Aufnahme.

Top-Quellen für Vitamin K1 mit Mengenangaben

Grünkohl enthält etwa 800 Mikrogramm Vitamin K1 pro 100 Gramm, Spinat etwa 480 Mikrogramm und Brokkoli rund 100 Mikrogramm. Auch Feldsalat, Mangold und frische Kräuter wie Petersilie liefern hohe Mengen. Bereits eine Portion Grünkohl oder Spinat deckt den Tagesbedarf an Vitamin K1 um ein Vielfaches.

Top-Quellen für Vitamin K2 mit Mengenangaben

Natto ist mit etwa 1000 Mikrogramm Vitamin K2 pro 100 Gramm die reichhaltigste Quelle, vorwiegend als MK-7. Gouda enthält etwa 80 Mikrogramm K2 pro 100 Gramm, Eigelb etwa 15 bis 30 Mikrogramm pro 100 Gramm und Leber liefert ebenfalls nennenswerte Mengen an MK-4. Die Gehalte können je nach Herkunft und Verarbeitung schwanken.

Wie viel K2 steckt in 2 Eiern?

Zwei Eier enthalten etwa 6 bis 10 Mikrogramm Vitamin K2, hauptsächlich in Form von MK-4, das im Eigelb konzentriert ist. Die genaue Menge hängt von der Fütterung der Hühner ab. Eier sind eine praktische Quelle für K2, können aber allein nicht den gesamten Tagesbedarf decken, der für eine optimale Knochen- und Gefässgesundheit diskutiert wird.

Praktische Tipps zur Aufnahme durch die Ernährung

Um die Vitamin-K-Aufnahme zu verbessern, können Sie grünes Blattgemüse mit einer Fettquelle kombinieren, etwa Spinat mit Olivenöl oder Grünkohl mit Nüssen. Der Verzehr von fermentierten Lebensmitteln wie Natto oder gereiftem Käse erhöht die K2-Zufuhr. Da Vitamin K hitzeempfindlich ist, sollten Sie Gemüse schonend garen, um die Gehalte weitgehend zu erhalten.

Vitamin D und K2: Warum sie zusammenwirken

Vitamin D und Vitamin K2 arbeiten im Körper eng zusammen, um den Calciumstoffwechsel zu regulieren. Während Vitamin D die Aufnahme von Calcium aus dem Darm fördert, sorgt Vitamin K2 dafür, dass Calcium in die Knochen eingebaut und nicht in den Arterien abgelagert wird. Diese Synergie ist für die Knochen- und Herzgesundheit von Bedeutung.

Ohne ausreichend Vitamin K2 kann Calcium aus der Nahrung oder aus Supplementen in den Gefässwänden landen, wo es zur Arterienverkalkung beitragen kann. Eine Kombination von Vitamin D und K2 wird daher in der Forschung zunehmend diskutiert, insbesondere bei der Supplementierung mit höheren Dosen Vitamin D. Die Frage, ob Vitamin D mit K1 oder K2 eingenommen werden sollte, wird von Experten meist zugunsten von K2 beantwortet, da K2 die Calciumlenkung in die Knochen unterstützt. Personen, die Vitamin-D-Präparate einnehmen, können eine Kombination mit K2 in Betracht ziehen und dies mit ihrem Arzt besprechen. Weitere Informationen zur Kombination von Vitaminen finden Sie in unserem Ratgeber zu Vitamin D und sinnvollen Ergänzungen.

Supplementierung: Dosierung, Formen und Sicherheit

Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin K sind in verschiedenen Formen erhältlich, darunter Vitamin K1, MK-4 und MK-7. Die Wahl der Form beeinflusst die Bioverfügbarkeit und die Verweildauer im Körper. MK-7 wird aufgrund seiner langen Halbwertszeit oft bevorzugt, wenn eine gleichmässige Versorgung angestrebt wird.

Die empfohlene Dosierung hängt vom individuellen Ziel ab. Für die allgemeine Gesundheit werden häufig Dosen zwischen 45 und 100 Mikrogramm K2 pro Tag genannt, für spezifischere Anwendungen wie Osteoporose auch höhere Mengen. Da Vitamin K fettlöslich ist, sollte die Einnahme zusammen mit einer Mahlzeit erfolgen, die Fett enthält, um die Aufnahme zu verbessern. Eine Toxizität von Vitamin K ist nicht bekannt, jedoch ist bei der Einnahme von Blutverdünnern Vorsicht geboten und eine ärztliche Rücksprache erforderlich. Auch multivitaminhaltige Nahrungsergänzungsmittel enthalten oft Vitamin K und sollten bei gleichzeitiger Medikation berücksichtigt werden.

Häufig gestellte Fragen zu Vitamin K1 und K2

Ist es besser, Vitamin K1 oder K2 zu nehmen?

Beide Formen sind wichtig, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Vitamin K1 ist essenziell für die Blutgerinnung, während K2 stärker in Knochen und Blutgefässen wirkt. Für die allgemeine Gesundheit ist eine ausreichende Zufuhr beider Formen ideal. Eine gezielte Supplementierung mit K2 kann bei Knochen- oder Herz-Kreislauf-Anliegen sinnvoll sein.

Wie viel K2 ist in 2 Eiern enthalten?

Zwei Eier enthalten etwa 6 bis 10 Mikrogramm Vitamin K2, hauptsächlich als MK-4 im Eigelb. Die genaue Menge kann je nach Fütterung der Hühner variieren. Eier sind eine gute, aber nicht die reichhaltigste Quelle für Vitamin K2.

Sollte Vitamin D mit K1 oder K2 eingenommen werden?

Experten empfehlen meist die Kombination mit Vitamin K2, da K2 das Calcium aus dem Blut in die Knochen lenkt und so möglichen Ablagerungen in den Arterien entgegenwirkt. Vitamin K1 allein übernimmt diese Funktion nicht im selben Umfang. Eine Kombination aus Vitamin D und K2 wird daher als vorteilhafter angesehen.

Welches Lebensmittel enthält am meisten Vitamin K1?

Grünkohl gehört zu den Spitzenreitern mit etwa 800 Mikrogramm Vitamin K1 pro 100 Gramm. Auch Spinat, Mangold und frische Kräuter wie Petersilie enthalten sehr hohe Mengen. Bereits eine kleine Portion deckt den Tagesbedarf deutlich.

Kann man Vitamin K1 und K2 zusammen einnehmen?

Ja, Vitamin K1 und K2 können problemlos zusammen eingenommen werden, da sie sich in ihrer Wirkung ergänzen. Viele Kombinationspräparate enthalten beide Formen. Eine gleichzeitige Einnahme mit einer fetthaltigen Mahlzeit verbessert die Aufnahme beider Vitamine.

Interagiert Vitamin K2 mit Warfarin?

Ja, Vitamin K2 kann die Wirkung von Warfarin und anderen Vitamin-K-Antagonisten beeinflussen. Eine plötzliche Erhöhung der K2-Zufuhr kann den INR-Wert senken und die Gerinnungshemmung abschwächen. Personen, die solche Medikamente einnehmen, sollten Supplemente nur nach ärztlicher Absprache verwenden.

Was ist der Unterschied zwischen MK-4 und MK-7?

MK-4 hat eine kurze Halbwertszeit von wenigen Stunden und kommt in tierischen Lebensmitteln vor. MK-7 besitzt eine Halbwertszeit von etwa drei Tagen und wird aus fermentierten Sojabohnen gewonnen. MK-7 gilt als vorteilhafter für eine gleichmässige Versorgung, da es länger im Blut kreist.

Wie viel Vitamin K2 sollte ich täglich zu mir nehmen?

Es gibt keine einheitliche offizielle Empfehlung für die tägliche K2-Zufuhr. In Studien werden häufig Dosen von 45 bis 100 Mikrogramm MK-7 pro Tag verwendet. Die optimale Menge hängt von individuellen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Ernährungsgewohnheiten ab.

Wichtige Erkenntnisse

  • Vitamin K1 stammt aus grünem Blattgemüse und ist unverzichtbar für die Blutgerinnung.
  • Vitamin K2 kommt in fermentierten und tierischen Lebensmitteln vor und unterstützt Knochen- und Herz-Kreislauf-Gesundheit.
  • MK-7 hat mit etwa 72 Stunden eine deutlich längere Halbwertszeit als K1 oder MK-4.
  • Vitamin D und K2 wirken synergistisch, indem sie Calcium in die Knochen lenken.
  • Personen unter Blutverdünnung sollten Vitamin-K-Supplemente nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
  • Eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse, Käse, Eiern und fermentierten Produkten deckt den Bedarf beider Formen.
  • Die Forschung zu K2 und Herz-Kreislauf-Gesundheit zeigt vielversprechende, aber noch keine abschliessenden Ergebnisse.
  • Supplemente sollten zusammen mit einer fetthaltigen Mahlzeit eingenommen werden, um die Aufnahme zu verbessern.

Fazit

Vitamin K1 und K2 sind zwei Formen desselben Vitamins, die unterschiedliche Aufgaben im Körper übernehmen. Während K1 für die Blutgerinnung unverzichtbar ist, spielt K2 eine wichtige Rolle für die Knochengesundheit und den Schutz der Blutgefässe. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit grünem Gemüse, fermentierten Lebensmitteln und tierischen Produkten kann in der Regel beide Formen liefern. Bei spezifischen gesundheitlichen Zielen oder Risikofaktoren kann eine gezielte Supplementierung mit K2 sinnvoll sein, sollte jedoch immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung, sondern soll eine informierte Entscheidung unterstützen.

Relevante Begriffe

Vitamin K1, Vitamin K2, Phyllochinon, Menaquinon, MK-4, MK-7, MK-9, Osteocalcin, Matrix-Gla-Protein, Blutgerinnung, Gerinnungsfaktoren, Warfarin, INR, Knochendichte, Osteoporose, Arterienverkalkung, Herz-Kreislauf-Gesundheit, Natto, Gouda, Eigelb, fermentierte Lebensmittel, Vitamin-D-Synergie, fettlösliche Vitamine, Vitamin-K-Mangel, Bioverfügbarkeit, Halbwertszeit.

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